In neuem Glanz: Turmzimmer im Tillyschanzenturm neu eröffnet

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Eröffneten das renovierte Turmzimmer: (v.li.)   Renate Heumann als Gräfin Hertzberg, Norbert Offik, Bernhard Schäfer, Dr. Manfred Albrecht, Reinhold Heck, Kirsten Scheffel, Bernhard Ruschinski und Heinz-Peter Schwarze.

Am Samstag wurde das renovierte Turmzimmer wiedereröffnet. Das Gipsrelief, dessen Zerstörung drohte, wird nun von einer Reling geschützt.

Hann.Münden. Betritt ein Besucher das Turmzimmer im Tillyschanzenturm ertönen Schlachtgeräusche. Ein großes Gipsrelief an der Wand stellt die heldenhafte Verteidigung Mündens im 30-jährigen Krieg dar, eine Stiftung Gustav Eberleins im Jahre 1888. Am Samstag wurde das renovierte Turmzimmer bei einem Sektempfang wiedereröffnet. „2011 hatte Feuchtigkeit aus dem undichten Terrassenboden gedroht, das Relief zu zerstören“, so Dr. Manfred Albrecht, erster Vorsitzender der Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze e.V.

Erklärungen liefert ein Touchscreen

Geschützt wird das Relief nun von einer Reling aus Glas und Edelstahl. Auf dem davorstehenden Touchscreen ist ein Foto des Reliefs. Durch Druck auf bestimmte Punkte erhält man Erklärungen. Beispielsweise zur Mundenia am oberen Rand. Sie schaut in tiefer Trauer auf die tapfer sich wehrenden Bürger der Stadt. Darunter auf der linken Seite der Vater, eine ergrauter Freiheitskämpfer, ein Brausekopf und Phantast, der viel Phantasie, Lebensweisheit und Humor besaß. Auf der rechten Seite die Mutter, eine stille und bescheidene Frau. Dargestellt sind Freunde und Familienangehörige des Künstlers, aber auch zeitgenössische Mündener. Die erklärenden Texte erstellte Elgard Steinmüller vom Gustav-Eberlein-Forschung e.V. Gesprochen wurden sie vom Schauspieler Wolfgang Schäfer, Mitglied des Drei-Flüsse-Theaters. Christian Möller machte die Aufnahmen. Das mittelalterliche „Kampfgetümmel“ komponierte Stefan Hepe. Erhard Joseph restaurierte das Kunstwerk.

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