Neuer Polizeipräsident: Lührig folgt auf Kruse

Innenminister Boris Pistorius (Mitte) mit Robert Kruse (li.), ehemaliger Polizeipräsident der Polizeidirektion Göttingen und dessen Nachfolger Uwe Lührig.
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Innenminister Boris Pistorius (Mitte) mit Robert Kruse (li.), ehemaliger Polizeipräsident der Polizeidirektion Göttingen und dessen Nachfolger Uwe Lührig.

Wechsel an der Spitze der PD Göttingen.

Göttingen. Im Rahmen eines Festaktes verabschiedete der Niedersächsische Innenminister, Boris Pistorius, Robert Kruse als Polizeipräsident der Polizeidirektion (PD) Göttingen und führte Uwe Lührig in sein neues Amt als Behördenleiter ein. Rund 200 Gäste, aus Verwaltung, Justiz und Wirtschaft, neben den Landtagsabgeordneten aus dem Bezirk der Polizeidirektion Göttingen, sowie der gesamten Führungsspitze der Polizei Niedersachsen, wohnten im Max Planck Institut für Sonnensystemforschung dem Festakt bei.

Kruse zieht es nach Lüneburg

Während Kruse seit Februar 2010 die Geschicke der PD Göttingen leitete und ab dem 1. April dieses Jahres die Führung der Polizeidirektion Lüneburg übernahm, löste Uwe Lührig zeitgleich seinen Vorgänger als Behördenleiter ab. Er war zuvor Präsident der Zentralen Polizeidirektion in Hannover. In einer erfrischenden Rede würdigte Boris Pistorius die Verdienste, die sich Robert Kruse im Laufe seiner fünfjährigen Amtszeit in Göttingen erworben hat. "Nicht wegducken, wenn es um Verantwortung geht und nichts dem Zufall überlassen", formulierte Pistorius als Leitspruch Kruses.Der Innenminister beschrieb die Aufgaben als Polizeipräsident als nicht immer einfach und die Wahrnehmung der Rolle der Polizei in Teilen der Öffentlichkeit im Bereich Göttingen als nicht uneingeschränkt kritiklos. In diesem Zusammenhang lobte er die Dialogbereitschaft und Bürgernähe, mit der Kruse Skeptikern und Kritikern stets begegnet sei. Als ein Beispiel nannte er den Kommunikationsprozess zu den Geschehnissen rund um den Einsatz der BFE Göttingen im April vergangenen Jahres, den Kruse wesentlich mit initiiert und unterstützt habe. Als herausragendes Beispiel in seiner Zeit als Chef der Polizeidirektion Göttingen nannte Pistorius beispielhaft die Bombenexplosion auf dem Schützenplatz in Göttingen, als im Juni 2010 drei Angehörige des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen durch die Detonation einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf tragische Weise ums Leben kamen und sechs weitere Menschen teils schwer verletzt wurden. "Trotz dieser großen Herausforderungen haben Sie es in Ihrer Amtszeit geschafft, das Profil einer professionellen, konsequenten, innovativen und bürgernahen Polizei zu erhalten und weiter zu entwickeln", resümierte Pistorius.

Dem Nachfolger Uwe Lührig und seinem Team wünschte der Innenminister einen guten Start in die neue Aufgabe, viel Erfolg und eine glückliche Hand bei allen seinen Entscheidungen. In seiner Abschiedsrede dankte Robert Kruse den Kolleginnen und Kollegen in der Polizeidirektion Göttingen, die uneingeschränkt dem großen Vertrauen der Bevölkerung gerecht wurden. Darüber hinaus dankte er Polizeiführungskräften, Netzpartnern, kommunale Verantwortungsträger für die angenehme, kooperative und unterstützende Zusammenarbeit – nicht zuletzt bedankte er sich bei seinen unmittelbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die dafür sorgten, "dass ich kein Unsinn anstellte, meine Termine geordnet abliefen und ich diese auch rechtzeitig und sicher erreichte." Seinem Nachfolger Uwe Lührig wünschte er "Alles Gute" sowie "eine glückliche Hand" und er überreichte ihm einen Schutzengel, der immer über ihn wachen solle.

Der neue Präsident der Polizeidirektion Göttingen bedankte sich sowohl beim Innenminister als auch bei seinem Vorgänger für die wohlwollenden Worte. "Ich werde gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der PD Göttingen den erfolgreichen Weg dieser Behörde nahtlos fortsetzen. Wir müssen uns den polizeilichen Schwerpunkten wie der Bekämpfung von Cybercrime oder den konkreten Auswirkungen des internationalen Terrorismus genauso professionell stellen wie der immer weiter steigenden Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamten. Ein weiterer Schwerpunkt wird nach wie vor in der Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls liegen. Sorgen machen mir zudem die steigenden Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten und Getöteten. Diese Themen haben bei mir absolute Priorität", sagte Polizeipräsident Lührig abschließend.

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