,Macht und Pracht’ beim Tag des offenen Denkmals in Hann. Münden

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Stellen das Programm zum Tag des offenen Denkmals auf die Beine: (v.li.) Kerstin Kreßner (Stadtentwicklung), Martina Pakusch (Stadtführergilde), Luca Ehrhardt, Sandra Juwig (beide Architekturbüro Volkmer), Hartmut Teichmann (Initiative Ein.Münden), Kirsti Hensellek (Bücherei-Mitarbeiterin), Stefan Schäfer (Stadt-Archivar), Anja Fehrensen (Unternehmerin), Burkhard Klapp (Denkmalpfleger), Mina Pazouki (Bücherei-Mitarbeiterin) und Martina Krug (Museumsleiterin) vor dem Modell des Welfenschlosses, welches im Museum zu sehen ist.

Türen öffnen, die sonst verschlossen sind, darunter Welfenschloss und Taternturm - Anwohner des Steinbrückenquartiers beteiligen sich

Hann. Münden. Zum 28. Mal beteiligt sich die Dreiflüssestadt an dem „Tag des offenen Denkmals“, so auch am Sonntag, 10. September. In diesem Jahr läuft die Veranstaltung unter dem Titel „Macht und Pracht“. Eingebunden sind die prunkvollen Gebäude, wie das Rathaus, das Welfenschloss und die St.Blasius Kirche, aber auch der eher unscheinbare Taternturm am Dielengraben und das schöne Steinbrückenquartier, in dem sich Hauseigentümer und Händler engagieren.

Ein Tag, fünf Stationen

Im mittelalterlichen Rathaus wird die Initiative Ein.Münden von 11 bis 17 Uhr einen „Markt der Nationen“ anbieten: „Menschen aus Israel, Syrien, England, Simbabwe und anderen Ländern werden Speisen zu günstigen Preisen anbieten. Es sind kleine Kostproben, damit jeder einmal alles versuchen kann. Wir möchten damit drei Mündener Gruppen miteinander ins Gespräch bringen: Die Alteingesessenen, Migranten und Flüchtlinge. Wir stellen einen Flügel zu Verfügung, an dem sich jeder musikalisch versuchen kann. Ein Quiz sorgt für etwas Abwechslung. Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) machen Kurz-Interviews mit Besuchern, die später in der St.Blasius-Kirche gezeigt werden. Die VHM bietet kostenlos das hervorragende Mündener Trinkwasser an. Prashant Prabhakar, Schauspieler mit indischen Wurzeln, bekannt aus der TV-Serie Stromberg, wird den Tag bereichern“, informiert Hartmut Teichmann.

Händler und Hausbesitzer sind wenige Meter entfernt im Steinbrückenquartier aktiv, welches sich über die Sydekumstraße, Vor der Burg, Marktstraße und Untere Lange Straße erstreckt. Anwohner laden von 11 bis 17 Uhr zum Bummeln ein: „Wir bieten ein lebendiges Angebot aus Mode, Accessoires, Kunst und Antiquitäten. Alles im Rahmen des schönen Altstadtflairs“, teilt Unternehmerin Anja Fehrensen mit. Um das zu unterstreichen, seien Fahnen entworfen worden, die die Häuser schmücken sollen. Für den musikalischen Rahmen im Quartier sorgt Bettina Kallausch vom Klanghaus.

Vier Etagen sind von 11 bis 16 Uhr im Welfenschloss geöffnet. Hier sind Bereiche zu sehen, die sonst nicht ohne weiteres zugänglich sind, wie Amtsgericht, Archiv, Finanzamt, Gemächer und Kindertagesstätte, aber auch Museum und Bücherei. Mitarbeiter, Gästeführer und Architekten stehen hier für Erläuterungen zur Verfügung. Führungen wird es in diesem Jahr allerdings nicht geben, wie zum Beispiel Martina Pakusch von der Stadtführergilde erklärt. Fragen, wie etwa zum Lepanto- und Rittersaal werden allerdings gerne beantwortet. Geplante Arbeiten im Westflügel zur Verbesserung der Barrierefreiheit dokumentiert das Architekturbüro Volkmer mit Plakaten. Stadtarchivar Stefan Schäfer veranschaulicht die baulichen Veränderungen des Welfenschlosses im Laufe der Jahrhunderte mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation. Der Zutritt zum Museum ist kostenlos. Hier wird aktuell die Eberlein-Ausstellung präsentiert. Bei einer Rallye durch das Schloss können die Jüngeren den Bau näher kennen lernen. Eine Verkleidungsaktion rundet das Angebot im Museum ab. Zur besseren Orientierung wird ein Flyer mit Lageplan am Info-Stand direkt vor dem Schloss erhältlich sein. Kerstin Kreßner vom Bereich Stadtentwicklung weist darauf hin, dass Büroräume nur teilweise zugänglich sind und Absperrungen von Besuchern beachtet werden müssen. Direktor Dr. Thomas Matusche stehe für Fragen zur Verfügung. Hinter dem Welfenschloss ist von 12 bis 16 Uhr der Taternturm am Dielengraben geöffnet. Es wird vermutet, dass er im 17. Jahrhundert als Zigeunergefängnis diente. Marie Anne Langefeld von der Stadtführergilde wird hier als „Soldat der herzoglichen Wachmannschaft“ in Erscheinung treten. Schaubilder ergänzen die Geschichte zur Befestigung mit Stadtmauer, Wehrtürmen und Stadttoren. Alle Fäden der Veranstaltung laufen in der St.Blasius Kirche zusammen, die von 13 bis 18 Uhr offen steht. Neben der bereits erwähnten Videopräsentation durch Schüler der BBS wird es hier um 16.30 Uhr eine Abschlussveranstaltung geben. Die Stadtführergilde beteiligt sich mit einem Sprachbeitrag unter dem Titel „Begegnungen im Zeitenwandel“. Die Stadtführergilde möchte hier für einen interessanten Gedankenaustausch mit Vertretern von Kirche, Gerichtsbarkeit, Kaufleuten und Stadtverwaltung sorgen.

Die Stationen im Überblick

- Rathaus, Lotzestraße 2, 11 bis 17 Uhr: Markt der Nationen.

- Welfenschloss, Schlossplatz 3, Untere Rathaushalle, 11 bis 16 Uhr: vier Etagen sind Besuchern zugänglich und zeigen Bereiche von Amtsgericht, Archiv, Bücherei, Finanzamt, Gemächer, Lepantosaal, Museum, Rittersaal, Kindertagesstätte und der Allgemeinen Stadtverwaltung.

- Taternturm, Dielengraben, 12 bis 16 Uhr: Marie Anne Langefeld begrüßt Besucher als „Soldat der herzoglichen Wachmannschaft“.

- Steinbrückenquartier, Sydekumstraße, Vor der Burg, Marktstraße, Untere Lange Straße, 11 bis 17 Uhr: Lebendiges Angebot von Hausbesitzern und Händlern aus Mode, Accessoires, Kunst und Antiquitäten.

- St. Blasius Kirche, Kirchplatz 6, 13 bis 18 Uhr: Videopräsentation von Schülern der BBS. Abschlussveranstaltung um 16.30 Uhr mit „Dialoge zwischen den Zeiten“ durch die Stadtführergilde.

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