Tag der offenen Tür bei den Göttinger Werkstätten

Die Beschäftigten der Göttinger Werkstätten freuen sich auf viele Besucher, darunter (v.li.) Antonia Schankin, Sina Sjuts (Gruppenleiterin), Jens Peter, Bernd Jacob, Stephan Becker (Gruppenleiter), Robert Kittner, Katharina Bode und Astrid Beuermann.
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Die Beschäftigten der Göttinger Werkstätten freuen sich auf viele Besucher, darunter (v.li.) Antonia Schankin, Sina Sjuts (Gruppenleiterin), Jens Peter, Bernd Jacob, Stephan Becker (Gruppenleiter), Robert Kittner, Katharina Bode und Astrid Beuermann.

Die Göttinger Werkstätten laden am Samstag in den Mündener Stadtteil Gimte ein.

Hann. Münden. Die Göttinger Werkstätten gehören zu den großen Unternehmen der Sozialwirtschaft in Südniedersachen. Das gemeinnützige Unternehmen setzt sich für die Belange von Menschen mit seelischen und geistigen Behinderungen ein. Vom Arbeitsalltag in seiner Gimter Betriebsstätte kann man sich beim Tag der offenen Tür am Samstag, 27. August ein eigenes Bild machen. Das anschließende Sommerfest hat außerdem einiges für Groß und Klein zu bieten.

"In der Gesellschaft existiert oft ein veraltetes Bild von dem, was wir hier machen", sagt Geschäftsführer Holger Gerken. "Viele wissen gar nicht von der hochwertigen und modernen Produktion in unseren Werkstätten." Wer Menschen mit Behinderung durch sinnvolle Beschäftigung qualifizieren wolle, könne das nur bedingt an reinen Übungs- oder Lehraufgaben vollziehen. Nach 2 Jahren der beruflichen Bildung wechseln viele der Beschäftigten in die Produktion, in der zumeist Aufträge von Unternehmen aus der Region bearbeitet werden.

Professionelle Arbeit in sozialer Verantwortung

Die Göttinger Werkstätten haben vielfältige Geschäftsfelder erschlossen, um möglichst vielen Menschen eine Tätigkeit zu bieten, die ihren Fähigkeiten und Interessen entspricht: Die Berufsfelder in Gimte reichen von der Holz- und Metallbearbeitung über Elektro- und Industriemontage, Verpackung und Versand bis zu Hauswirtschaft, Textilverarbeitung und der Arbeit in der Handweberei. Auch wenn jemand außerhalb der Werkstätten einer Tätigkeit nachgehen möchte, bietet das Unternehmen Unterstützung: Allein im Raum Münden werden fast 20 Menschen ambulant bei der Arbeit begleitet. "Diese Art der Zusammenarbeit mit Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts hat in den letzten Jahren zugenommen", berichtet Gerken. Daneben wollen die Werkstätten auch über ihr arbeitsbegleitendes Bildungsprogramm, ihre Angebote beim Wohnen und bei der Freizeitgestaltung informieren.

Gemeinsam Barrieren überwinden

Neben den fachlichen Themen legt Geschäftsführer Gerken großen Wert auf den gesellschaftlichen Zweck der Einrichtung: "Wir möchten auch in die Gesellschaft hineinwirken und zum Abbau von Barrieren beitragen." Sich kennen zu lernen, sei dafür der erste Schritt. "Was wäre besser geeignet, als zusammen einen schönen Tag zu verbringen", so Gerken. Mit Musik, Ponyreiten und vielem mehr hat man ein buntes Programm für die ganze Familie gestaltet. Hierbei können die Werkstätten auch auf die Unterstützung von zahlreichen Ehrenamtlichen aus dem Ort zählen, die sich schon seit Jahren für die Betriebstätte engagieren.

Der Tag der offenen Tür beginnt am Samstag, den 27.August um 10 Uhr, das Sommerfest startet im Garten der Gimter Einrichtung im Brunnenweg um 13 Uhr.

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