Mündener Beamte empfingen junge Kollegen aus ganz Europa

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BU: Die jungen Polizeistudenten, die aus ganz Europa stammen, schauten sich während ihres Aufenthalts in Südniedersachsen auch im Polizeikommissariat Hann. Münden um. Dabei wurden sie begleitet von (hintere Reihe, v.li.) Polizeioberrat Rainer Dulias, Wolfgang Allrutz (Leiter Ermittlungsdienst) und Matthias Klausch (Leiter Einsatz- und Streifendienst).

Polizeistudenten aus dem Ausland schauten sich im Mündener Polizeikommissariat um

Hann. Münden.  23 angehende Polizistinnen und Polizisten aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Tschechischen Republik, der Schweiz, Spanien, Norwegen und Ungarn statteten dem Mündener Polizeikommissariat (PK) am heutigen Nachmittag einen Besuch ab. Begleitet durch Polizeioberrat Rainer Dulias, Dezernatsleiter 02 (Bereich für Internationale Beziehungen, die Red.), schauten sie den Kollegen in der Dreiflüssestadt über die Schulter. PK-Leiter Dirk Schneider begrüßte den Polizeinachwuchs, der drei Wochen in der Region verweilte. Die Bachelor- und Masterstudenten erhielten einen Einblick in den Aufgabenbereich der Mündener Beamten, die für die Städte und Gemeinden Hann. Münden, Dransfeld und Staufenberg zuständig sind.

Wie der bereits ehemalige Polizeibeamte Klaus Ulbricht übersetzte, leben 43.800 Einwohner auf der 321 Quadratkilometer großen Fläche, auf der 48 Polizeibeamte ihren Dienst verrichten. Dem PK Münden übergeordnete Polizeiinspektion Göttingen ist für insgesamt acht Landkreise verantwortlich, darunter der Landkreis Göttingen. Ulbricht hob im Laufe des Vortrags regionalen Ereignisse der Vergangenheit hervor, bei denen er und seine Kollegen involviert waren, darunter die Castor-Transporte auf der Schiene nach Gorleben, der Altstadtbrand im Mai 2008, der Mordversuch an einer alten Dame im Januar 2014 und der Absturz eines Kleinflugzeuges in der Mündener Gemarkung im April 2015, bei dem der Pilot verstarb. Zudem gab er Auskünfte über die Brennpunkte im Straßenverkehr, darunter die Schedener Kurven oder die L496 zwischen Münden und Staufenberg, auf der sich vor allem Motorradfahrer ausprobieren würden. 938 Verkehrsunfälle wurden im vergangenen Jahr im Wirkungsbereich des PK Münden aufgenommen. Ein Motorradfahrer verstarb, 36 Menschen wurden schwer verletzt. In Hinblick auf die Kriminalstatistik belege man innerhalb der PI einen Spitzenplatz, was die Aufklärungsquote angehe. Sie erreichte in 2016 über 64 Prozent. Damit konnten fast zwei Drittel aller 1.942 Straftaten aufgeklärt werden.

Dulias ist davon überzeugt, dass die länderübergreifende Polizeiarbeit in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Der Nachwuchs werde darauf vorbereitet mit ausländischen Kollegen zusammen- zuarbeiten. Der Austausch der Polizeistudenten finde im Rahmen der Kooperation mit polizeilichen Hochschulen in Europa statt. So reisen auch deutsche Polizeistudenten regelmäßig ins Ausland, um dort Erfahrungen zu sammeln. Zu den Fortbildungen der aktuellen Gruppe zählten die Themen "Europäisches Recht" und "Internationale Ermittlungsbezüge" (bei Ermittlungen über die Landesgrenzen hinaus, die Red.). Der Aufenthalt der jungen Kollegen soll die Netzwerkbildung der Polizei innerhalb Europas vorantreiben Der Austausch fand bereits zum siebten Mal statt.

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