Einbrecher zeigen sich von Polizei-Prävention unbeeindruckt

Mehr Wohnungseinbrüche im Altkreis Münden trotz allgemeinen Rückgang der Straftaten auf 1.942

Hann. Münden. Die Gesamtzahl der im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariates (PK) Hann. Münden erfassten Straf­taten ist im Jahr 2015 von 2.006 auf 1.942 im Jahr 2016 zurückgegangen. „Das bedeu­tet einen geringfügigen Rückgang um 64 Delikte. Die Aufklärungsquote lag im zurückliegenden Jahr bei rund 65 Prozent und damit weiterhin auf einem hohen Niveau“, teilt der Leiter des PK Münden, Dirk Schneider, mit.

Bei den Wohnungseinbrüchen sei trotz der Intensivierung von Kontroll- und Präventi­onsmaßnahmen ein Anstieg der Fallzahlen um 14 auf insgesamt 67 im letzten Jahr zu verzeichnen. Die meist bandenmäßige Begehung durch überregional agierende Täter erschwere die Aufklärungsarbeit in diesem Deliktsfeld. Die Aufklärungsquote erreichte den Wert von rund 16 Prozent. „Die Diebstahlsdelikte insgesamt sind mit 561 Taten im Jahr 2015 und 565 im vergangenen Jahr konstant geblieben“, so Schneider weiter. Bei den gegenwärtig vielfach diskutierten Gewaltdelikten gegen Polizeibeamte sei es bei den Widerstandshandlungen zu einer Verdoppelung von fünf auf zehn Taten gekommen. Die Betrugsdelikte seien von 390 auf 292 um ein Viertel zurück gegangen. Die Aufklärungsquote liege hier bei rund 77 Prozent. Im Bereich der Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen sei ein leichter Rückgang um 18 auf 352 Taten festzustellen.

Zunahme bei den Betäubungsmitteldelikten

„Besorgniserregend ist die Entwicklung bei den Betäubungsmitteldelikten mit einer Steigerung von 89 Verfahren im Jahr 2015 auf 122 im Jahr 2016. Die Zunahme von 33 Delikten entspricht einer prozentualen Steigerung von 37 Prozent. Der überwiegende Anteil – rund 85 Prozent – entfällt hierbei auf den Missbrauch von Cannabisprodukten“, so Schneider.

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