Polizei nimmt Einbrecher ins Visier

+
Im Wirkungsbereich der Polizeidirektion Göttingen wurden am Montag bis in die Abenstunden über 1.200 Fahrzeuge und über 1.500 Personen überprüft.

Beamte mit groß angelegten Kontrollen am Montag

Göttingen. Die Polizeidirektion (PD) Göttingen führte gestern an sieben Kontrollstellen im Zuständigkeitsbereich Maßnahmen zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität durch. Bis in die Abendstunden waren mehr als 180 Polizeibeamten im Einsatz, die 1.204 Fahrzeuge und 1.577 Personen überprüften. Dabei wurden die örtlichen Dienststellen von Kräften der Bereitschaftspolizei Niedersachsen und der Polizeidirektion Hannover unterstützt.

Lührig: „Wollen Fallzahlen weiter senken“

„Wohnungseinbrüche sind Delikte, die das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung erheblich beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist es entscheidend, den positiven Trend des Vorjahres fortzusetzen. Durch ein konsequentes polizeiliches Vorgehen wollen wir die Aufklärungsquote erneut erhöhen und die Fallzahlen weiter senken“, erklärt Polizeipräsident Uwe Lührig. Und weiter: „Die positive Entwicklung belegt die Wirksamkeit unserer präventiven und repressiven Maßnahmen. Daher werden wir unsere intensiven Kontrollmaßnahmen auch künftig fortsetzen, um das Entdeckungsrisiko auf hohem Niveau zu halten bzw. weiter auszubauen. Das ist auch die berechtigte Erwartungshaltung unserer Bürger. Im besonderen Fokus der Polizei standen überregional und international agierende Täter und Tätergruppen. Denn neben der Professionalität der Tatbegehung hat auch der Anteil dieser sogenannten „reisenden Täter“ zuletzt kontinuierlich zugenommen. Neben der Festnahme von Tätern auf frischer Tat und der Sicherung von Beweismitteln war es vor allem Ziel der Maßnahmen, weitere Erkenntnisse über genutzte Fahrzeuge, Netzwerke und Bandenstrukturen zu gewinnen sowie die Verbindungsrouten der Täter aufzudecken. Im Zuge der Kontrollen hat die Polizei 15 Personen mit einschlägigen Erkenntnissen im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls ermitteln können. Die Erkenntnisse wurden umfassend analysiert und mit vorhandenen Datenbeständen abgeglichen. Zudem wurden im Rahmen der ganzheitlichen Maßnahmen sechs Fahrzeugführer überprüft, die unter dem Einfluss von Drogen standen. Weiterhin konnten bei der Durchsuchung von Personen und Fahrzeugen in sieben Fällen Betäubungsmittel aufgefunden und beschlagnahmt werden. In einem Fall führte der Fahrgast eines Reisebusses eine nicht geringe Menge Betäubungsmittel (360 Gramm) mit sich. Festgestellt wurde dieser Verstoß im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen auf der A7-Raststätte Harz. In diesem Zusammenhang wurde zeitgleich in Kooperation mit dem Zoll der gewerbliche Personenbeförderungsverkehr kontrolliert. 17 von 20 angehaltenen Reisebussen wiesen Mängel auf. Des Weiteren wurden drei Haftbefehle vollstreckt.

Mehrere BTM-Verstöße in Göttingen

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion (PI) Göttingen kontrollierten rund 50 Beamte in acht Stunden an Kontrollstellen im Göttinger Maschmühlenweg und an der Hannoverschen Straße sowie an einer weiteren an der B 243 bei Osterode insgesamt 506 Fahrzeuge und 558 Personen. Gegen neun überprüfte Insassen lagen bereits einschlägige Erkenntnisse in den polizeilichen Auskunftssystemen vor.

Im Zuge der Kontrollen leiteten die Ermittler mehrere Strafverfahren, unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, ein und fertigten insgesamt 35 Ordnungswidrigkeitenanzeigen im Zusammenhang mit diversen kleineren Verstößen. Darüber hinaus wurden zwei Haftbefehle vollstreckt, vier Blutentnahmen angeordnet und in sechs Fällen die Weiterfahrt untersagt.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Verbaler Streit eskaliert: 36-Jähriger schwer verletzt

Haftrichter erlässt U-Haftbefehl gegen 43-jährigen Tatverdächtigen
Verbaler Streit eskaliert: 36-Jähriger schwer verletzt

Straßenausbaubeiträge sind Mündenern ein Dorn im Auge

Mehrere Bürgerinitiativen nach Informationsabend gegründet
Straßenausbaubeiträge sind Mündenern ein Dorn im Auge

Geldregen vom Land für Staufenberg

Gemeinde setzt auf finanzielle Hilfe von außen, muss dafür aber auch selbst einiges tun
Geldregen vom Land für Staufenberg

Die Leiche im Göttinger Stadtwald

NDR dreht nächsten Tatort in Südniedersachsen mit Maria Furtwängler und Florence Kasumba
Die Leiche im Göttinger Stadtwald

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.