Polizistin in Scheden bei Einsatz mit mutmaßlich psychisch verwirrtem Mann verletzt

Der Mann konnte auch nach Einsatz von Pfefferspray nicht gebändigt werden. Erst mit einer zur Unterstützung gerufenen Funkstreife konnte die Ergreifung gelingen.

Scheden. Bei einem Polizeieinsatz in Scheden (Landkreis Göttingen) ist am Dienstagabend (11.07.17) eine Beamtin des Polizeikommissariats Hann. Münden leicht verletzt worden. Die 34 Jahre alte Polizeioberkommissarin ist aufgrund der davongetragenen Verletzungen zurzeit nicht dienstfähig. Ihr Streifenpartner blieb unverletzt.

Ein 34 Jahre alter, offenbar psychisch verwirrter Mann aus Einbeck (Landkreis Northeim) löste gegen 18.55 Uhr den Einsatz aus, weil er im Bereich der Kirche herumschrie, tobte und mit einem Taschenmesser hantierte. Passanten trauten sich deshalb nicht, an ihn heranzutreten.

Als die alarmierte Funkstreife eintraf, gab der sich auffällig verhaltende 34-Jährige auf Ansprache nur verwirrte, zusammenhanglose Angaben von sich und rannte ständig unruhig hin und her. In einem günstigen Moment konnte der Polizist das zuvor von dem Mann abgelegte Messer an sich nehmen.

Bei anschließend unternommenen Versuchen ihn zu ergreifen, schlug der Einbecker immer wieder um sich, rannte plötzlich davon oder stürmte im nächsten Moment auf die Polizisten zu und nahm eine drohende Haltung ein.

Als er ihren Kollegen unvermittelt mit Fäusten angriff, setzte die Polizistin schließlich Pfefferspray gegen den 34-Jährigen ein. Zu bändigen war der Angreifer damit jedoch noch immer nicht. Die angespannte Situation mündete in einer Auseinandersetzung mit den Beamten, bei der der Einbecker die Polizistin u. a. mit einem Würgegriff am Hals erfasste und verletzte. Erst als ihr Streifenpartner körperlich eingriff, ließ der Mann von ihr ab und ergriff erneut die Flucht.

Mit Unterstützung einer hinzugerufenen Funkstreife der Polizeistation Friedland konnte der mutmaßlich psychisch Kranke wenig später nach einer weiteren fußläufigen Verfolgung in der nahegelegenen Feldmark ergriffen, zu Boden gebracht und überwältigt werden.

Ein Rettungswagen brachte ihn zunächst in die Göttinger Uniklinik. Von hier aus erfolgte die Verlegung in eine psychiatrische Fachklinik.

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