Privilegierter Ausflug im Fluss

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Am Ziel angekommen: Die Teilnehmer, wieder warm verpackt, mit den Helfern von THW und DLRG am Zielort Vaake.

Hann. Münden/Vaake. 11 Teilnehmer legen beim Big Jump 10 Flusskilometer zurück.

Hann. Münden/Vaake. Harm Ahlers hatte am Sonntag seinen Neopren-Anzug dabei. War er im vergangenen Jahr noch in Badehose in die Weser gesprungen, hatte er beim 5. Big Jump lieber vorgesorgt, denn das Thermometer zeigte gerade mal 16,5 Grad. Brrrr. Und zwischendurch regnete es auch noch.Immerhin: Keine Anzeichen von Gewitter oder gestiegenem Wasserstand mit höherer Fließgeschwindigkeit, wie noch beim ersten Termin. All das hatte den Schwimmern Mitte Juli nämlich einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also kam es nun zu Versuch Nummer zwei.Ahlers, der Ideengeber des Big Jump, war aus Bremerhaven angereist. Ziel des "BJ" sei, ein Zeichen für eine saubere Weser zu setzen: "Die Wasserwerte haben natürlich keine Schwimmbadqualität, doch in den vergangenen Jahren hat sich viel getan, sodass jetzt wenigstens wieder ein gefahrloses Schwimmen in der Weser möglich ist", erklärte Ahlers.Neben ihm sprangen zehn weitere Teilnehmer in die Fluten, darunter die 78-jährige Mündenerin Anita Whitcom als älteste Teilnehmerin.Für die Sicherheit der Schwimmer sorgten freiwillige Helfer des THW und der DLRG, die die Gruppe in  Booten begleitete: "Wir behalten alle im Auge, denn es könnte passieren, dass der Körper des einen oder anderen ganz schnell abkühlt. Wir würden diejenige oder denjenigen dann an Bord holen, versorgen und warm einpacken", erklärt Hans-Jürgen Kriegs von der DLRG. Doch es ging alles glatt, die zehn Flusskilometer legten die Schnellsten in 80 Minuten zurück. Am Zielort Vaake angekommen, wärmten sich die Wasserratten erst einmal auf. "Trotz der Widrigkeiten war es ein tolles Erlebnis. Viele Teilnehmer waren wieder dabei, was uns sehr gefreut hat. Wir konnten somit wieder ein Zeichen und daran erinnern den Lebensraum Wasser zu schützen. Denn Wasser ist Leben", informierte Julia Bytom, Agenda-Beauftragte und Organisatorin des Big Jump. Ein zusätzliches Dankeschön richtete sie an die Wasserschutzpolizei aus Kassel, die während des Events Präsenz gezeigt habe. So sei es zu einem regelrechten "privilegierten Ausflug im Fluss" gekommen, sagte Bytom.

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