,Der Protest zeigt Wirkung’

Südniedersachsen. "Die Proteste von Bürgerinitiativen und SPD gegen die geplante oberirdische Starkstromleitung zeigen erste Wirkung, denn die

Südniedersachsen. "Die Proteste von Bürgerinitiativen und SPD gegen die geplante oberirdische Starkstromleitung zeigen erste Wirkung, denn die bisherige Kannbestimmung einer Erdverkabelung in Wohnortnähe soll nun durch textliche Veränderungen des Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG) in eine verpflichtende Mussvorlage verändert werden", erklärt der Landtagsabgeordnete Ronald Schminke (SPD).

Bundeswirtschaftsminister Brüderle habe mit der Ankündigung einer Gesetzesänderung zwar einen kleinen Schritt in die richtige Richtung getan, für die Niedersächsische SPD sei aber weiter eine vollständige Erdverkabelung das Ziel, um einen größtmöglichen Schutz für die Menschen sicherzustellen und Landschaften nicht zu verschandeln.

Schminke: "Mit dieser gesetzlichen Veränderung würde die holländische Netzbetreiberfirma Tennet definitiv zu einer Erdverkabelung gezwungen, wenn die Leitung näher als 400 Meter an eine Wohnsiedlung heranreicht. Das wäre auch für die beabsichtigte Trassenführung von Wahle nach Mecklar von Bedeutung. Insbesondere in Laubach, Staufenberg, Göttingen und vielen anderen Orten Niedersachsens sind die berechtigten Ängste der Menschen vor gesundheitsbelastenden Hochspannungsleitungen groß."

Die Mehrkosten der Erdverkabelung wären bei einer Gesetzesänderung auch auf alle Stromkunden in Deutschland umzulegen. Die Notwendigkeit leistungsfähiger Hochspannungsnetze beinhalte immer auch die Pflicht, technisch modernste Lösungen umzusetzen, so Schminke weiter.

Aus Expertenkreisen in Berlin sei zu hören, dass auch über Milliarden Euro teure Gleichstromleitungen nachgedacht wird, um Strom über weite Strecken von Nord nach Süd zu transportieren.

Schminke: "Diese Technologie ist sinnvolle Zukunftsmusik, weil dafür zurzeit noch niemand einen Finanzierungsplan hat!" (atb)

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