Mündener Rathaus soll "Herzstück" der Stadt bleiben

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Das historische Rathaus in Hann. Münden soll zum Bürgerrathaus werden. Das Finanzvolumen für den Umbau beträgt 7,1 Mio. Euro. Um Fördermittel zu bekommen muss die Stadtverwaltung ein stimmiges Konzept vorlegen. Der Stadtrat möchte dabei die Meinung der Bürger berücksichtigt wisssen.

Stadtrat möchte bei Umgestaltung des Rathauses die Meinung der Bürger berücksichtigt wissen

Hann. Münden. Bei der Umgestaltung des Mündener Rathauses sollen in Zukunft die Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden. Das wurde während der vergangenen Ratssitzung auf Grundlage eines Änderungsantrags von SPD und CDU einstimmig beschlossen. Da ein „Bürgerrathaus“ geplant werde, sollten die Einwohner auch bei den Planungen einbezogen werden. Die CDU hatte im April dazu einen Informationsabend veranstaltet, an dem erste Vorschläge vorgestellt wurden, die zuvor online gesammelt wurden. Alternative Nutzungen könnten ein Bürgerbüro, eine Polizeinebenstelle oder eine Mehrfachnutzung der geplanten Tagungsräume vorsehen. Die Stadtgeschichte könnte in der Raumplanung berücksichtigt und das Museum mit einbezogen werden. Auch die Aktivierung der Ratsstube über die geplanten Trauungen hinaus, könnte erfolgen. „Vor der Sanierung der weiteren Bauabschnitte muss eine erneute Beratung und ein Beschluss durch den Stadtentwicklungsausschuss sowie den Rat herbeigeführt werden“, heißt es im Änderungsantrag. Was die Finanzierung angehe, so soll laut Antrag die erforderliche Summe in Höhe von 7,1 Mio. Euro mit einem hohen Förderanteil von der Stadt geschultert werden. Die Verwaltung müsse erforderliche Förderanträge kreativ und zeitnah stellen.

,Ideen müssen Zeitgeist widerspiegeln’

Ratsherr Markus Jerrentrup (CDU) hielt fest: „Unser Rathaus soll kein reines Verwaltungsgebäude mit vielen Büroräumen sein. Für uns ist die Innenstadt doch das Herz von Münden. Leider gibt es momentan ein paar Rhythmusstörungen und die Herzfrequenz ist auch zu niedrig. Nutzen wir doch die Chance, mit den 7 Mio. Euro unsere Herzkammer, unser Rathaus, wieder frei und für alle attraktiv zu machen. Ich wünsche mir ganz persönlich, dass wir unser Bürgerrathaus so hinbekommen, dass jeder, der in die Stadt kommt, egal ob Tourist oder Mündener, jedes Mal das Bedürfnis hat ins Rathaus zu gehen, um dort etwas zu erleben.“ Dr. Joachim Atzert (SPD) plädierte dafür Wünsche gemeinsam zu formulieren und später umzusetzen. „Die Ideen müssen den Zeitgeist widerspiegeln. Nur dann wird es auch gelingen Fördermittel für den Umbau zu bekommen. Das Rathaus soll zentraler Lebensmittelpunkt sein. Dafür müssen Bürger bei den weiteren Planungen mit einbezogen werden.“

Thorsten Schmook (SPD), ergänzte: „Das Rathaus ist und bleibt der gesellschaftliche Mittelpunkt der Stadt. Die Toilettensituation muss unbedingt verbessert werden.“ Bürgermeister Harald Wegener räumte ein, dass eine Bürgerbeteiligung das A und O auch dieses Projektes sei, Man solle aber der Verwaltung überlassen, wann sie dazu aufrufe. Um Fördermittel bemühe man sich, viele Fördertöpfe, wie die des Kommunalinvestionsprogramms (KIP) seien jedoch überzeichnet.

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