Ratsherr der Grünen kritisiert Beleuchtung in Mündener Stichstraße

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Die Situation in der Stichstraße Hasenkamp bleibt für Hartmut Teichmann schleierhaft: „Der Boden wurde versiegelt, Energie wird vergeudet.“

Teichmann: „Für wen ist das Licht?“ - Bürgermeister: "Ausreichendes Licht kein Missstand"

Hann. Münden. Der „Hasenkamp“, eine Stichstraße mit Wendehammer, die am Galgenberg liegt, sorgt derzeit für Unmut bei Ratsmitglied Hartmut Teichmann (Die Grünen): „Welchen Sinn diese Straße hat, erschließt sich mir nicht: Hier gibt es lediglich Zugänge für Gartengrundstücke, keinen einzigen Zugang zu einem Haus.“ Vier kräftige Laternen würden die ganze Nacht für helles Licht sorgen. „Für wen eigentlich? Licht, das ohne erkennbaren Nutzen Nacht für Nacht brennt, trägt zur Klimakatastrophe bei und irritiert nachtaktive Insekten. Hier wird wertvolle Energie vergeudet, die Lampen müssen sofort abgeschaltet werden“, so Teichmann. Eine ähnliche Stichstraße mit Wendehammer plane die Stadt gerade unweit dieser Stelle an der Armen-Sünder-Gasse. „Ich bitte alle Bürger, denen ähnliche Missstände auffallen, die Stadt umgehend um Abhilfe zu bitten. Wir müssen unseren Energieverbrauch auf das absolut Notwendige und Sinnvolle reduzieren, wenn wir die Klimakatastrophe aufhalten wollen.“

Wegener: „Ausreichendes Licht ist kein Missstand“

Bürgermeister Harald Wegener reagierte auf die Kritik: „Wenn im Herbst die Tage wieder kürzer werden, gibt es in der Stadtverwaltung und beim lokalen Energieversorger wie jedes Jahr Meldungen zu schlecht beleuchteten Straßen und Wegen. Es ist kein Missstand, ausreichend Licht zu energetisch günstigen Konditionen (LED und Nachtschaltung) anzubieten, um für Sicherheit und Licht in der Stadt zu sorgen, auch Wege zu Gartengrundstücken und Gartenanlagen benötigen Licht für die Sicherheit und den Einbruchschutz.“ Die Beleuchtung sei erst in den vergangenen zwei Jahren unter Berücksichtigung der entsprechenden DIN-Norm errichtet worden. Die Schaltung der Straßenbeleuchtung erfolge analog zu der Straßenbeleuchtung im gesamten Stadtgebiet von Hann. Münden. Der Einschaltzeitpunkt werde durch einen zentralen Dämmerungsschalter gesteuert. Die neuen LED-Leuchten würden dann ab 22 Uhr durch eine Nachtabsenkung um etwa 50 Prozent in der Leistung reduziert und leuchten dafür aber die Nacht durch“, erklärt Wegener die energiesparende Technik.

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