Rauch gefährlicher als die Flammen

Harry Hoege (li.) und Jörg Blankenberg erklären mit Hilfe eines Rauchhauses, wie sich Rauch ausbreitet und wie man sich am besten davor schützen kann.
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Harry Hoege (li.) und Jörg Blankenberg erklären mit Hilfe eines Rauchhauses, wie sich Rauch ausbreitet und wie man sich am besten davor schützen kann.

Prävention: Förderverein klärt Kinderfeuerwehr auf.

Hann. Münden.  "Die jüngsten Brände mit tödlichem Ausgang von Kindern in unserem Umkreis zeigt wie wichtig Aufklärung und Sensibilisierung ist", sagt der Fachberater des Fördervereins vorbeugender Brandschutz (FvB), Harry Hoege. Bei einem Brand sei der Rauch oft gefährlicher, als die Flammen selbst. Die möglichen Gefahren erkennen, der vorsichtige Umgang mit dem Feuer und das richtige Verhalten bei einem Brand war Ziel der Brandschutzaufklärung bei den "Kleinen" der Kinderfeuerwehr Volkmarshausen.

Wo zieht der Rauch hin?

Wirkungsvoll wurden anhand eines Rauchdemohauses die Auswirkungen von Rauchentwicklung bei einem Brand durch Jörg Blankenberg und Hoege vom Förderverein FvB gezeigt und erklärt. Aktives mitwirken der Kinder war hier gefragt.Kindgerecht und anschaulich wurde erklärt, was ein Rauchmelder ist und wie er funktioniert. Was das Ding an der Decke soll, wie es funktioniert und vor allem, wie die Kinder sich im Falle eines Brandes dann verhalten sollten.Auch der Notruf der Feuerwehr 112 wurde eingeübt. Wichtig ist auch, dass  jedes Kind weiß, wo es wohnt, damit es die richtige Adresse durchgeben kann, sagt Harry Hoege. Die Unterweisung richtete sich hierbei  an der geistigen Aufnahmefähigkeit, der Gemütsart und Neigung der "Kleinen" zwischen sechs und zehn Jahren. Sehr oft werden aus einem Kleinfeuern, die ohne Böswilligkeit entstehen, Zimmer- und Wohnungsbrände, weil die Kinder aus Angst vor der Bestrafung das Feuer nicht melden. Gerade jetzt ist aber die rasche Hilfe Dritter nötig. Kleine Kinder sollten in solch einer Situation auf keinen Fall selbst Löschversuche unternehmen. In Sicherheit bringen und Hilfe herbeirufen ist das oberste Gebot. In Sicherheit bringen heißt aber nicht, dass sich die Kinder irgendwo verstecken. Sie sollten sofort bei einem Erwachsenen Hilfe suchen oder den Feuerwehr-Notruf wählen.Prävention ist seit Jahren ein wichtiges Anliegen vom Förderverein vorbeugender Brandschutz e.V. Der richtige Umgang mit dem "Element Feuer" sowie das richtige Verhalten bei Bränden – z. B. Schutzmaßnahmen, Türen schließen oder den Notruf richtig absetzten - ist auch in diesem Jahr ein Schwerpunkt des FvB.  Bei Interesse zu Aufklärung/-Schulungstermine können Informationen über die Internetseite www.fvb-hannmuenden.de abgerufen werden.

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