Im Rausch setzte er sich ans Steuer

Ex-Schulbusfahrer verurteiltVon SIGGI GRKEschwege. Der Fall von Peter H. errregte bundesweit Aufsehen: Im Alkohol-Rausch steuerte der Mann aus W

Ex-Schulbusfahrer verurteilt

Von SIGGI GRK

Eschwege. Der Fall von Peter H. errregte bundesweit Aufsehen: Im Alkohol-Rausch steuerte der Mann aus Weienborn einen Kleinbus mit behinderten Kindern. Wegen vorstzlicher Trunkenheit im Verkehr und Fahrens trotz sichergestellten Fhrerscheins ist am Dienstag der 58-jhrige Feinmechaniker von Richterin Carmen Roth zu einer zehnmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewhrung, zu einem mindestens zwei Jahre whrenden Einzug des Fhrerscheins und zu einer Geldstrae von 1.000 Euro verurteilt worden. Die Richterin folgte mit ihrer Entscheidung im Wesentlichen dem geforderten Strafma von Staatsanwalt Stefan Keie (Kassel).

Peter H. hatte im stark alkoholisierten Zustand sieben behinderte junge Menschen mit einem Kleinbus quer durch den Ringgau transportiert, wurde whrend einer Zwischenstation von einer Integrationshelferin als Fahrer abgelst und wurde am Zielort Paul-Moor-Schule Reichensachsen bereits von der Polizei in Empfang genommen. Als seine elfjhrige Tochter von Peter H. in Holzhausen abgeholt wurde, fiel ihrem Vater Horst Lorke der schlechte uerliche Zustand des Busfahrers auf. Als dieser dann die Tour fortsetzte und mit dem Bus ber den Brgersteig fuhr, setzte sich der besorgte Vater sofort mit dem Schulbusbeauftragten des Werra-Meiner-Kreises in Verbindung, der dann die Polizei alarmierte. Ein Polizist bemerkte nach eigener Aussage sofort den stark angetrunkenen Zustand des Angeklagten und Vaters von drei Kindern. Auch mit dem Pkw betrunken unterwegsDer anschlieend festgestellte Alkoholwert betrug an diesem Morgen 2,9 Promille. Innerhalb von elf Tagen beging der derzeit Arbeitslose die nchste Straftat, als er nach einem anonymen Hinweis von einer Polizeistreife kurz vor Weienborn aus Richtung Groburschla kommend mit seinem Pkw gestoppt wurde. Ohne Fhrerschein fahrend betrug der dieses Mal ermittelte Alkoholwert 2,2 Promille. Ich sehe meine Fehler ein und stehe dafr gerade, sagte der Angeklagte der Richterin. Der ohne Verteidiger auskommende Peter H. erklrte zudem, dass er sich in Waldmichelbach einer mehrmonatigen psychosomatischen Behandlung unterzogen habe und dass er seit Ende 2007 absolut abstinent sei. Die hinzugezogene Gutachterin Edidt Eggert aus Bad Emstal sprach in beiden Fllen von einem mittleren Rauschzustand. Der Angeklage sei beim Thema Alkohol stark bagatellisierend und zeige eine starke Leugnungsneigung.Staatsanwalt Keie wies daraufhin, dass der Angeklagte sehr dankbar sein msse, weil es whrend der beiden Fahrten keinen Personenschaden gegeben habe. Er habe den Antrag auf Bewhrung gestellt, weil der Angeklagte eine Therapie hinter sich gebracht habe. Peter H. nahm Urteil und Strafma ohne Wiederworte an.

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