Rechnung der Stadt verärgert die Mündener Gilde

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Thomas Probek (li.) und Andreas Sadowsky bilden das neue Leitungsteam der Mündener Gilde.

Gewerbeverein sieht sich ungerecht behandelt und sein Ehrenamt ignoriert

Hann. Münden. Wechsel an der Spitze der Mündener Gilde: Bei den Neuwahlen des Vorstands am vergangenen Donnerstagabend entschieden 32 von 112 stimmberechtigten Mitgliedern über die neue Führung des Gewerbevereins. Die langjährigen Führungsmitglieder Susann Knappe, Dr. Jens Herbort, Michael Kühlewindt, Jörg Hartung und Harald Funken hörten auf eigenem Wunsch auf. Es sei an der Zeit, so Funken und Herbort, anderen das Feld zu über- und andere, frische Sichtweisen zuzulassen. Das zweiköpfige Leitungs­team bilden Andreas Sadowsky, Filialleiter des Sport-Treff, und Thomas Probek, der eine Event-Agentur führt. Beide traten in der Vergangenheit unter anderem als Planer von „Münden Live“ auf. Zum Vorstandsteam zählt weiterhin Schatzmeister Ulrich Böhmer, neuer Schriftführer ist Henning Reuß. Die Zahl der Beisitzer erhöhte sich mit Britta Barth, Kerstin Mitteldorf, Jörg Bornhoff, Fritz Fehrensen, Peter Schüller, Wirtschaftsförderer Tobias Vogeley und Matthias Biroth von der Hann. Münden Marketing GmbH auf Sieben. Zu den Aktionen im vergangenen Jahr zählten neben dem Frühlingserwachen Ende März und der kurz darauf folgenden Ostereieraktion der zweitägige Event „Münden Live“ im Juni, der Mündener Kindertag im August und die Aktion „Da für Sie“ im Oktober. Letztere sollte auf die Vorzüge des Einkaufens vor Ort aufmerksam machen und den Einzelhandel in der Innenstadt stärken. Die Gilde organisierte aber nicht nur Veranstaltungen, sondern schob auch Projekte an. So wurde laut Knappe beispielsweise der Bolzplatz in den Wallanlagen auf ihre Initiative hin erneuert. Viele Sponsoren hatten sich an der Aktion beteiligt. Außerdem wurde der Aufbau der „Weihnachtskerze“ auf dem Hagelturm erneuert.

Gilde möchte andere Lösung bei Rechnungen der Stadt

Scheiden aus dem Vorstand der Gilde aus: (V.li.) Harald Funken, Dr. Jens Herbort, Susann Knappe und Jörg Hartung mit Andreas Sadowsky, neues Mitglied des Leitungsteams.

Herbort kritisierte die für Händler gleichbleibend hohe Belastung durch Gewerbesteuer und Straßenreinigungsgebühren. Mit der Verwaltung müsse man klären, inwiefern in Zukunft Rechnungen an die Gilde gestellt werden sollten. 1.500 Euro sind noch offen für „Hann. Münden Live 2018“ aus, die der Gewerbeverein für Leistungen der Kommunalen Dienste Münden (KDM) zahlen soll, darunter die Aufstellung eines Bauwagens für die Künstler, das Demontieren von Bänken und Mülleimern und die Anlieferung von Absperrungen und Straßenschildern. „Es kann nicht angehen, dass wir nicht gerade geringe Beträge aus unserem begrenzten Budget für solche Dinge ausgeben müssen. Wir opfern ehrenamtlich unsere Freizeit und bewegen etwas für Hann. Münden und bekommen auf der anderen Seite solch eine Rechnung präsentiert. Da sind Gespräche mit der Verwaltungsspitze nötig.“ Es gehe nicht um den Betrag an sich, sondern ums Prinzip, so Herbort. Laut Böhmer hat die Gilde im vergangenen Jahr 57.000 Euro ausgegeben, die zum Teil aus Beitragseinnahmen (24.700 Euro) stammen. Größte Posten waren Münden Live (5.100 Euro), der Kindertag (6.200 Euro), der Frühlingsmarkt (4.400 Euro) und die Erneuerung der Turmkerze (3.300 Euro). Sadowsky nutzte die Gelegenheit, um auf die kommenden Vorhaben zu Blicken. Demnach beginnt das Veranstaltungsjahr mit dem Frühlingserwachen am 31. März mit einem verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr. Weitere Highlights sind „Hann. Münden Live“ mit verkaufsoffenem Sonntag am 15. und 16. Juni, „Da für Sie“ mit verkaufsoffenem Sonntag am 27. Oktober und „So offen für Sie“, mit Sonntagseinkaufen nach Erholungsortregelung am 15. Dezember.

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