Münden erinnert an die Reichspogromnacht

Mahnung am Rathaus: Gedenken an die verfolgten Juden und ihre Entrechtung vor 79 Jahren

Hann. Münden. Bürgermeister Wegener und die drei Mündener Geschichtsvereine laden, unter der Leitung des Vereins „Erinnerung und Mahnung“, zu einem Gedenken an die Verfolgung der Mündener Juden für Donnerstag, 9. November, 18 Uhr, an der Stele an der Südseite des Rathauses ein. In Ansprachen werden Bürgermeister Wegener und Archivar Stefan Schäfer an die von diesem Tag vor 79 Jahren ausgehende, weitestgehende Entrechtung der jüdischen Bevölkerung und die flächendeckende Zerstörung ihrer Synagogen erinnern. Mit Vertreibung in ein Exil, Deportation und Tod sollte ein Schlusspunkt des jüdischen Lebens in Deutschland und später im besetzen Europa geschaffen werden.

Männliche Besucher werden um das Tragen einer Kopfbedeckung gebeten. Im Anschluss wird Stefan Schäfer einen Vortrag in das Corvinus-Haus halten. Er wird über die Reichspogromnacht in Münden und die zahlreichen Maßnahmen, die sich hieraus ergaben, berichten, die die Juden aus dem Wirtschaftsleben, aus Wohnung und Nachbarschaft vertreiben sollten, um sie nachhaltig, auch finanziell, zu schädigen. Das Ziel war zunächst, sie aus Deutschland zu vertreiben. Mit dem Angriff auf die Sowjetunion und auf der Wannsee-Konferenz reifte der Gedanke einer gezielten physischen Vernichtung aller Juden, die im Machtbereich des NS-Staates lebten oder in diesen gelangen sollten.

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