Reinhardshäger will Nachwuchs an die Filmbranche heranführen

Thure Riefenstein ist im Promotinal-Teaser von„eneme“ zu sehen.

Dank Medienstätte: Jakob Gisik aus Reinhardshagen stellt JAKALE Film mit seinen Geschäftspartnern größer auf.

Reinhardshagen/Hann.Münden/Kassel. Dafür gibt es kein Drehbuch: JAKALE Film, gegründet von Regisseur Jakob Gisik aus Reinhardshagen, hat sich größer aufgestellt. Das nordhessische Unternehmen ist seit unserer letzten Berichterstattung gewachsen. Gisik und seine Partner haben in der Leipziger Straße in Kassel ein modernes Produktionsunternehmen errichtet, die Büro- und Studioflächen haben sich im letzten Jahr verdreifacht: "Wir wollen hier etwas nachhaltiges aufbauen, Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen. Langfristig ist der Ausbau zur Medienstätte für Kreativschaffende der Region geplant, den Grundstein dafür haben wir mit der Erweiterung gelegt", erklärt der Regisseur und Autor. Man werde sich bei JAKALE Film eigenen Produktionen genauso wie Koproduktionen anderer Produktionsunternehmen widmen. Anfragen dafür liegen aus dem In- und Ausland vor.

Ausbildungen und Workshops

Ausgebildet werden soll bei JAKALE Film in den Bereichen Bild und Ton, Moderation und Redaktion. "Das wird zweigleisig möglich sein. Zum einen ab 2018 ganz klassisch mit IHK Ausbildungsberufen und zum anderen ab sofort mit internen Workshops. Gestartet wird mit fundierten Trainings für angehende Drehbuchautoren. Folgen werden Workshops in Schnitt, Musikproduktion und Filmbusiness. Die branchenerfahrenen Dozenten werden Kenntnisse in Theorie und Praxis vermitteln", informiert der Mündener Andreas Friedrichs, welcher als Projektmanager und Executive Producer an Bord ist. Es sei nicht einfach sich in der Branche zu behaupten und dazu noch in Nordhessen. Deshalb wolle man sich breiter aufstellen. Gisik sieht in Kassel einen Standortvorteil: "Die meisten Mitbewerber haben sich in den klassischen Produktionsstandorten, wie etwa Berlin oder Köln niedergelassen. In Hessen gibt es eine Häufung im Raum Frankfurt. In Kassel sitzen wir im Herzen Deutschland, was uns einige Vorteile bietet. Von hier aus können wie die Netzwerke aller großen Produktionsstandorte nutzen. Erfahrene Experten aus allen Filmmetropolen Deutschlands können in zwei bis drei Stunden in Kassel sein, was wir uns nutzbar machen um starke Teams für unsere Filme aufzustellen.", so Friedrichs.

Die Manpower für die Projekte möchte man u.a. durch die Ausbildung von Nachwuchskräften im eigenen Haus aufbauen. Dadurch wird JAKALE Film seine Wettbewerbsfähigkeit auch über die Region hinaus mittelfristig festigen.  "Wir wollen JAKALE Film zu einem Unternehmen ausbauen, das Menschen und deren Kräfte vor Ort bündelt. In Kassel wollen wir einen Arbeitsfluss reinbringen, damit mehrere Projekte   zeitgleich geplant und umgesetzt werden können", so Gisik.

Und was ist mit den eigenen Produktionen, wie zum Beispiel "No Hate"? "Das Projekt ist inzwischen deutlich gewachsen. Es müssen sehr viele Menschen und viel Material in mehreren Ländern koordiniert werden und authentische Drehorte aus 1943 gibt es heute kaum noch. Diese müssen in Studios nachgebaut werden, sowohl real als auch digital. Das erfordert eine enorme Logistik und viel Zeit, und die müssen wir dem Projekt ausreichend bereitstellen.", erklärt Friedrichs.

Aktuell befindet sich ein Familiendrama mit dem derzeitigen Arbeitstitel "eneMe" in Entwicklung (abgeleitet vom Englischen enemy, Feind). Die Mündener Rundschau berichtete bereits über das Projekt:Der Patriarch Leonard betreibt illegalen Waffenhandel unter dem Deckmantel eines seriösen Sarggeschäfts. Seine Söhne Chris und Andre gehören zur Organisation. Nach sieben Jahren im russischen Gefängnis will Chris ein neues Leben anfangen. Er trifft die folgenschwere Entscheidung, dem "Geschäft" den Rücken zu kehren. Um seinen Bruder aus dem Syndikat zu befreien, legt er sich mit seinem mächtigen Vater an und macht ihn zu seinem Todfeind.

Die ersten "Promotional"-Teaser wurden inzwischen online veröffentlicht. Neben der Main-Metropole Frankfurt werden auch Drehorte aus Russland als Kulisse dienen. Derweil bereitet sich das Unternehmen am Standort Kassel weiter auf seine vielfältigen Herausforderungen vor.

Weitere Infos finden Interessenten im Web.

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