Interview: Verantwortliche der SG Reinhardshagen über den Rückrundenauftakt

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Trainer Patrick Fraahs (li.) und der erste Vorsitzende der SGR Stefan Lüdecke (re.) im Gespräch mit der Mündener Rundschau. Der Verein setzt auf langfristige Ziele und einen geregelten Aufbau.

Die Beständigkeit zählt: Wie die nordhessische Spielgemeinschaft für die Zukunft plant

Reinhardshagen. Der Blick auf die aktuelle Tabelle der Kreisoberliga Hofgeismar/ Wolfhagen sorgt nicht für allzu große Freude bei der SG Reinhardshagen. Momentan steht die Fußballmannschaft von Trainer Patrick Fraahs auf dem 11. Tabellenplatz. Trotzdem ist man nicht unzufrieden und blickt positiv in die Zukunft. Nachdem der Verein im Sommer 2017 einen radikalen Umbruch zu bewerkstelligen hatte, setzt man in erster Linie auf langfristige Ziele, da sich die Verantwortlichen der Tatsache bewusst sind, dass eine derartige Neuordnung eine gewisse Zeit benötigt. Nicht nur auf dem Platz gab es Änderungen, auch das Umfeld des Vereins wurde neu strukturiert. Neue Ämter wurden geschaffen, um auf verschiedensten Wegen neue Impulse zu setzen und mehr Handlungsspielräume zu erhalten. Eine klare Aufgabenteilung und eine breitere Aufstellung sollen zudem für mehr Entlastung in den einzelnen Bereichen sorgen. Pünktlich zum Beginn der Rückrunde traf sich die Mündener Rundschau mit dem ersten Vorsitzenden Stefan Lüdecke und dem Trainer Patrick Fraahs zu einem Doppelinterview, um ein erstes Fazit zu ziehen und über zukünftige Ziele der SGR zu sprechen.

Mündener Rundschau (MR): Macht sich der Umbruch bereits bemerkbar und in welchen Bereichen besteht noch Nachholbedarf?

Lüdecke: Gerade die Aufgabenteilung entlastet den Einzelnen enorm. Es braucht natürlich Zeit, bis sich jeder eingearbeitet hat, aber man merkt schon einen Fortschritt. Gerade die jüngeren Mitglieder müssen in ihre Ämter hineinwachsen. Es ist uns aber wichtig, dass wir ihnen die Möglichkeit dazu bieten und sie Erfahrung sammeln können. Trotzdem müssen wir den Gedanken des Vereinslebens noch stärker einbinden. Die breite Aufstellung war aber ein wichtiger Schritt und jeder arbeitet sehr gewissenhaft in seinem Bereich. Fraahs: Positiv ist auf jeden Fall, dass wir uns gut ergänzen. Die Trainingsvorbereitung macht Spaß, wäre aber ohne Co-Trainer Jan Umbach undenkbar. Auch mit Teammanager Sebastian Gottmann stehe ich im ständigen Austausch. Diese familiäre Herangehensweise erleichtert auch meine Arbeit ungemein.

MR: Welche Ziele verfolgt die SGR in der Rückrunde?

Fraahs: Wir sind vom spielerischen Niveau zufrieden und sehen einige Fortschritte, aber natürlich fehlen uns Punkte. Das wollen wir in der Rückrunde nachholen. Erfolge würden uns zudem mehr Selbstvertrauen geben. MR: Und auf langfristige Sicht? Lüdecke: Wir haben einen extremen Umbruch hinter uns. Erfolg braucht Zeit, aber er wird kommen. Wir haben viele junge Spieler im Team und wollen in den nächsten 3-4 Jahren oben in der Tabelle angreifen. Das Projekt ist auf Langfristigkeit angelegt.

MR: Sind Sie überzeugt davon, dass das gelingen kann? 

Fraahs: Absolut. Wir haben in der ersten Mannschaft eine tolle Trainingsbeteiligung und die Einstellung stimmt. Gerade einige unserer jüngeren Spieler überzeugen mich immer mehr und wir haben neue Qualität dazubekommen. Wenn alle motiviert bleiben und die Jungs weiter Erfahrungen auf dem Platz sammeln, werden wir unseren Weg gehen. Davon bin ich überzeugt. Lüdecke: Wichtig ist dabei, dass wir alle bei Laune halten und Abgänge vermeiden können.

MR: Mit welchen Problemen hat der Verein zu kämpfen? 

Lüdecke: Gerade im Amateurfußball fällt es schwer, Dinge im Vorfeld zu planen. Oftmals verlassen uns Spieler kurzfristig, da sie beruflich eingespannt sind oder zum Studieren wegziehen. Diese Unverbindlichkeit hindert unseren Aufbau, ist aber leider völlig normal im Amateurbereich. Fraahs: Sportlich ist es sehr ärgerlich, dass wir aufgrund der Temperaturen in der Wintervorbereitung häufig nicht auf den Trainingsplatz gehen konnten.

MR: Bis vor Kurzem waren Sie noch selbst aktiver Spieler. Würden Sie sich manchmal gerne selbst einwechseln? Juckt es nicht ab und an im Schuh, wenn Sie an der Seitenlinie stehen? 

Fraahs: In der Tat hätte ich da schon Lust drauf. Allerdings nur im Spiel, im Training muss das nicht sein (lacht). Ich fühle mich aber an der Linie gut aufgehoben. Vielleicht laufe ich aber bald nochmal bei den „Alten Herren“ auf.

Verbleibende Heimspieltermine

29. März, 18.30 Uhr: TSV Ersen 4. April, 19 Uhr: FC Oberelsungen 15. April, 15 Uhr: SG Obermeiser/ Westuffeln 29. April, 15 Uhr: TSV Zierenberg 13. Mai, 15 Uhr: SG Weser/ Diemel 26. Mai, 14 Uhr: FSV Dörnberg II Der Spielort ist jeweils die Mittelpunktsportanlage in Veckerhagen.

Die SGR freut sich auf Ihren Besuch.

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