Altersgerechtes Wohnen mit Wohnanlage 50plus in Reinhardshagen

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Mieterin Ulrike Schacht (li.) genießt mit ihrer Schwester Jutta Krapp (re.) bei einer Runde Kniffel das schöne Wetter auf dem eigenen Balkon. Frau Schacht zählt zu den ersten Bewohnern, die in die Wohnanlage eingezogen sind.

Beim Altwerden muss man nicht alleine sein

Reinhardshagen.  Vor ziemlich genau einem Jahr sind die ersten Mieter in die etwa 1000 Quadratmeter große Wohnanlage 50plus „Im Alten Hagen“ in Veckerhagen eingezogen. Neben der Wesertalhalle unweit der B80 wurde das Projekt der beiden Investoren Daniel Sallwey und Dirk Weddig verwirklicht. Die Wohnanlage 50plus besteht aus 18 zwischen 50 und 85 Quadratmetern großen Wohneinheiten (Zwei- und Dreizimmerwohnungen) mit Balkon und spricht die Zielgruppe ab 50 Jahren an. Das Projekt startete im Mai 2014. Zwei Jahre später war Spatenstich. Im Mai 2017 sind die ersten Bewohner eingezogen. Im Herbst war die Bauphase schließlich komplett abgeschlossen und im März 2018 sind die letzten Bewohner eingezogen.

Soziale Kontakte behalten

„Ziel ist es, dass ältere Personen sich nicht abgeschoben fühlen, sondern ihre sozialen Kontakte behalten können und in gewohnter Umgebung in Reinhardshagen ihren Lebensabend verbringen können. Wir wollen den Bewohnern mit diesem Projekt ein möglichst langes selbstständiges Leben ermöglichen“, sagt Weddig. Alle Mietwohnungen sind komplett barrierefrei und per Aufzug zu erreichen. Der Gemeinschaftsraum mit Küche lädt die Mieter zum Austausch mit anderen Bewohnern ein. „Hier kann man sich gemütlich auf einen Kaffee treffen und ein wenig plaudern. Neuerdings spielen wir hier regelmäßig Bingo. Man kann sich aber ebenso auf sein Zimmer zurückziehen, wenn man mal Ruhe braucht“, sagt Ulrike Schacht, die eine Wohnung in der Anlage bezieht. Der Gemeinschaftsraum kann ebenfalls für gemeinsame Aktivitäten oder für Familienfeiern genutzt werden.

Zudem bieten Sitzgelegenheiten im Innenhof des Außenbereiches die Möglichkeit, Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Das gesamte Grundstück umfasst rund 3200 Quadratmeter. Zum Komplex gehört ebenso ein Servicebüro. Hier wird sich um Arztbesuche, Pflegevermittlung und andere Dienstleistungen gekümmert. Weiterhin kommt regelmäßig ein Bäckerwagen und die Essen auf Rädern Speisekarte hängt auf dem Flur der Anlage für alle sichtbar aus. Einkaufsmöglichkeiten gibt es in unmittelbarer Nähe. Zudem gehört zu jeder Wohneinheit ein separater Kellerraum und eine Waschmaschine im Waschraum. „Der Waschraum ist ebenfalls ein Ort der Kommunikation. Hier begegnen sich die Mieter und können sich unterhalten“, sagt Sallwey.

Enorme Nachfrage

Der große Innenhof der Wohnanlage. Auch hier können die Mieter im Sommer draußen sitzen.

Die Nachfrage war von Anfang an enorm, sodass momentan alle Wohnungen belegt sind. Ulrike Schacht, die zu den ersten Mietern zählt, die eingezogen sind, fühlt sich sichtlich wohl. „Die Möglichkeiten hier und die Nähe zu den Einkaufsmärkten sind einfach toll. Gerade der Fahrstuhl erleichtert mein Leben sehr. Im Alter ist man immer auf Hilfe angewiesen und die wird einem hier gegeben. Ich bin froh, hier zu sein. Die Leute sind sehr nett und für mich ist es wichtig, dass ich nun näher bei meiner Schwester wohne“, sagt Schacht, die vorher in Nordrhein-Westfalen lebte. Das Fazit nach einem Jahr ist äußerst positiv. „Die Resonanz der Bewohner ist die beste Bestätigung. Die Menschen fühlen sich wohl und müssen ihren Lebensabend nicht allein verbringen. Innerhalb der Wohnanlage wurden bereits Freundschaften geschlossen und niemand ist einsam. Die Bewohner fahren gemeinsam zum Einkaufen, spielen zusammen und helfen sich gegenseitig. Trotzdem kann sich jeder bei Bedarf in seine eigene Wohnung zurückziehen. Wir stehen außerdem im engen Kontakt mit den Mietern, die eigene Ideen gerne einbringen können“, sagt Sallwey. So sei für die kommende Zeit die Errichtung eines Hochbeets geplant, das die Bewohner selbst bepflanzen können. Es ist zu erkennen, dass die Verantwortlichen und die Gemeinde Reinhardshagen den demografischen Wandel thematisiert haben und mit dem Projekt Wohnanlage 50plus einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet haben, dass sich die Älteren innerhalb des Ortes nicht abgehängt fühlen. Auf diese Weise wird den Mietern der Anlage ein altersgerechtes Wohnen ermöglicht.

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