Rettungsschwimmer legten in Münden Prüfungen in Gold, Silber und Bronze ab

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(Hintere Reihe, v.li.) Ausbilder Thomas Grömm, Sascha Böhm, Gisbert Glockemeyer, Holger Stemmer, (vorne, v.li.) Brian Böhm, Thomas Uebe und Peter Feix.

Wertvolle Edelmetalle spiegeln den Leistungsstand wider

Hann.Münden. Man stelle sich vor, ein Boot ist in der Fulda gekentert. Die Person hat keine Rettungsweste an und kämpft gegen das Ertrinken. Am Ufer steht ein Rettungsschwimmer. Um seine Sachen auszuziehen ist keine Zeit. In „voller Montur“ springt er in die Fulda, schwimmt in den mit Wasser vollgesogenen „schweren Klamotten“ zu dem Versinkenden. Der, in seiner Todesangst, umklammert den Hals des Retters und würgt ihn. Mit gekonnten Griffen muss sich der Rettungsschwimmer zuerst befreien, bevor er die Person ans Ufer „schleppen“ kann.

Körperliche Fitness allein reicht nicht aus In jeder Saison bildet Thomas Grömm vom „DLRG Wasserrettung OG-Polizei Hann. Münden e.V.“ im Hochbad Rettungsschwimmer aus. Es gibt drei Schwierigkeitsgrade, Bronze, Silber und Gold, wobei Gold das „deluxe“ unter den Schwimmabzeichen ist, erklärt Grömm. Die Prüfungen bestehen aus einem theoretischen und praktischen Teil. Hierzu gehören Kenntnisse über Gefahren in und am Wasser, über Wiederbelebungsmaßnahmen und Vermeidung von Umklammerung. Der Rettungsschwimmer muss zum Beispiel das Kraulen, Brust- und Rückenschwimmen, Tief- und Streckentauchen beherrschen, in Kleidung „schleppen“ können. In dieser Saison errangen Thomas Uebe, Gisbert Glockemeyer, Frank Michel, Gerrit Hartig, Hanna Geiger, Tanja und Daniela Hülsebusch, Sergej Hermann, Dimitrij Steinhauer, Peter Petrov und Sascha Böhm das Abzeichen in Silber. Gold erschwammen sich Thoma Uebe, Peter Feix, Nina Kistner und der älteste unter ihnen Holger Stemmer. Den 53-Jährigen hat der Ehrgeiz gepackt. Dieses Jahr ist es das 13. Rettungsschwimmabzeichen in Gold. „Noch zwei Mal, dann habe ich zum 15. Mal Gold“. Der Jüngste ist Brian Böhm. Mit gerade zwölf hat er das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Bronze geschafft. In den sechs Jahren, in denen er beim DLRG ist, sammelte er bereits „neun Abzeichen“. Es begann mit Seepferdchen und Seeräuber, gefolgt vom Jugendschwimmpass in Bronze, Silber und Gold, bis jetzt zum Rettungsschwimmabzeichen in Bronze. Gefragt nach den schwersten Übungen, antwortet er „das Abschleppen“ und die „Befreiungsgriffe“. Aber das macht „trotzdem Spaß“. Seine beliebteste Schwimmart ist das Kraulen. Sein Berufswunsch steht auch schon fest: „Bademeister“. Einige der Teilnehmer demonstrierten am Donnerstag die Handhabung des „Bergebrettes“. Es wird unter die zu rettende Person geschoben. So erleichtert es den Transport über eine Böschung und in den Rettungswagen. Der Ausbilder Thomas Grömm ist seit 60 Jahren bei der DLRG. Er dankt den Versorgungsbetrieben für deren Unterstützung.

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