Mündener Rock-Festival zieht es nach draußen

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Es gibt noch einiges zu planen: (V.li.) Daniel Koch, Robert und Monika Maaßen sowie Patrick Hänse steckten mit anderen die Köpfe zusammen.

2. Rock for Tolerance-Festival wird am 15. Juli auf dem Tanzwerder gefeiert

Hann. Münden. Mehrere hundert Zuhörer hatte das „Rock for Tolerance“-Festival in seiner Erstauflage im vergangenen Oktober ins Geschwister-Scholl-Haus gelockt. Nun planen die Macher am 15. Juli einen Open-Air-Event an der Fulda. „Die Bühne wird allerdings nicht auf dem Campingplatz aufgebaut, weil es Sicherheitsbedenken wegen eingeschränkter Fluchtwege gab. Der neue Standort ist die Freifläche auf dem Tanzwerder zwischen dem Eiscafé Renata und der Hängebrücke“, informierte Robert Maaßen, der „Rock for Tolerance“ (RFT) aus der Taufe hob, am vergangenen Freitagabend potentielle Helfern.

Etwa 20 Freiwillige waren dem Aufruf des Organisations-Teams gefolgt und lauschten im Ketty Eiscafé seinen Worten. Das Grundgerüst der Veranstaltung werde beibehalten, erklärte der Vollblutmusiker, der mit seiner Band „Best Before Monday“ neben „Blindlinks“, „Badass Bastards“, „Lost Brian“ und „Yugonaughty“ auftreten wird. Neben dem Festival, das nachmittags beginnt, stehen wieder soziale Projekt im Mittelpunkt. Sie sollen in einem Zelt untergebracht werden, das Campingplatzbetreiber Uwe Busch organisieren will. Damit würden sie auch bei Regen im Trockenen bleiben.

Auch andere Mündener Unternehmen beteiligen sich aktiv. So stellen die Versorgungsbetriebe die Bühne, Arflow ist für die Licht- und Tontechnik zuständig und Sicherheit 37 übernimmt wieder den Security-Part. Für flüssige und feste Nahrung sorgen das Ketty-Café, Subway und der Partyliner. „Unternehmen können sich aber auch wieder gegen eine Spende an unserer „Wall of Love“ mit einem Logo verewigen. Die Einnahmen werden wieder guten Zwecken zugeführt. Wir werden nach wie vor gute Sachen unterstützen. 4.000 Euro an Spendengeldern kamen im vergangenen Jahr zusammen“, gab Maaßen an. Bürgermeister Harald Wegener, der erneut die Schirmherrschaft des 2. RFT übernommen hat, lobte die Veranstaltung, von der eine klare Botschaft ausgehe. „Radikale Umtriebe, egal ob in Richtung Links oder Rechts, tolerieren wir nicht. Ich danke dem Orga-Team recht herzlich für ihre Zeit, die sie in das Projekt investieren und hoffe, dass die Anlieger am Festival-Abend etwas Verständnis aufbringen.“

Maaßen, der mit seiner Frau Monika, Marco Hepe, Daniel Koch, Patrick Hänse, Elke Steden und Joude Bouzan die Fäden der Veranstaltung in den Händen hält, kam am Abend mit den freiwilligen Helfern ins Gespräch, die bereit waren, Aufgaben zu übernehmen. So müssen im Vorfeld für RFT noch Flyer verteilt, Soziale Medien mit News gefüttert und Plakate aufgehangen werden. Zudem muss das Zelt für die Sozialprojekte aufgestellt und Bratwurst verkauft werden.

Art for Tolerance im Oktober

Abgewandelt von RFT wird in diesem Jahr erstmals „Art for Tolerance“ (ART) vorgestellt. Künstler setzen sich hier für Tolerance und gegen Rassismus ein. „Vom 27. bis 29. Oktober soll es ein entsprechendes Kunstwochenende geben. Auch hier fließen die Einnahmen in einen Spendentopf. Das Interesse von vielen Künstlern konnten wir bereits wecken. Darüber hinaus werden wir auch die Schulen ansprechen“, informierte Maaßen. Austragungsort wird das zurzeit leer stehende Gebäude in der Rosenstraße sein, in dem ursprünglich das Subway Restaurant sein Lager aufschlagen wollte (wir berichteten).

Firmen und Privatpersonen, die RFT oder AFT mit einer Spende unterstützen möchten, können sich per E-Mail rft@5eck.de, an die Organisatoren wenden. Aussteller sozialer Projekte kontaktieren bitte direkt Daniel Koch unter danielkoch-97@web.de

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