RFT-Macher wollen im Sommer die "Konzert-Sau" rauslassen

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Da darf die „Pommesgabel“, das Zeichen für Heavy-Metal, wieder ausgepackt werden: Robert Maaßen (3.v.li.) freut sich mit (v.li.) Frank Stryga, Vorsitzender des Stadtjugendrings, Marco Hepe (Spendenparlament), Joude Bouzan (Ideengeberin für „Art for Tolerance“), Paul Körtge (Spendenparlament), Ines Albrecht-Engel (Spendenparlament), Uwe Hentze (KunstNetz) und Joachim Block (Spendenparlament) auf die zweite Ausgabe des „Rock for Tolerance“.

2. Rock for Tolerance könnte Open-Air-Event werden. Das Orga-Team sucht Helfer und Spendenempfänger - jetzt bewerben!

Hann. Münden.  Etwas so lautes und wildes wie „Rock for Tolerance“ (RFT) kann nicht in vier Wänden eingesperrt bleiben. Deshalb wollen die Macher in diesem Sommer eine Open-Air-Veranstaltung präsentieren. Wenn möglich auf dem Mündener Campinglatz, der in 2017 sein Betriebsjubiläum feiert. „Wir befinden uns bereits in Gesprächen, es gibt aber noch einiges zu klären. Dennoch hoffen wir, dass es klappt“, so der Ideengeber des Festivals, Robert Maaßen. Hoffnungsvoll stimmt ihn die Tatsache, dass der harte Orga-Kern mit Elke Steden vom Kinder- und Jugendbüro und Marco Hepe vom Spendenparlament in diesem Jahr wieder die Fäden in den Händen hält.

Im Oktober rockten vier Bands vor 300 Gästen auf der Bühne des Geschwister-Scholl-Hauses (GSH). Im Foyer stellten sich acht soziale Projekte vor. So soll es auch im Sommer sein, dann allerdings unter freiem Himmel. Einen Plan B, für den Fall das es mit der Freiluftveranstaltung doch nicht hinhaut, gibt es bereits: „Dann spielen wir im Herbst wieder im GSH“, so Maaßen, der mit seiner Band „Best Before Monday“ ebenso dabei sein wird, wie die Mündener Combo „Lost Brian“, „Green Machine“ (Einbeck) und „Marilyn’s Cage“ (Duderstadt). Die in 2016 verhinderte Band „Minuspol“ aus Osterode soll diesmal genauso mit von der „Party“ sein, wie eine Gruppe aus Northeim, die noch gesucht wird. Damit wären Musiker aus allen Städten des Fachwerkfünfecks vertreten – die Wunschvorstellung der Organisatoren.

Abseits der Bühne sollen wieder Helfer zum Einsatz kommen. Das RFT-Team sucht deshalb noch Freiwillige, die sich an der Durchführung beteiligen. Ein erstes Treffen mit weiteren Informationen wird es in der Ketty Eismanufaktur, Mühlenstraße 11, am Freitag, 12. Mai, 19 Uhr, geben. „Wir brauchen unbedingt Unterstützung, unter anderem beim Verteilen von Flyern, während des Konzertabends und bei der Spendenakquise. Interessierte können sich unter rft@5eck.de melden“, informiert Maaßen.

RFT-Team möchte Spenden ausloben – jetzt bewerben!

Damit sich die Veranstaltung finanziell trägt, werden sich an der „Wall of Love“ wieder Firmen präsentieren können. Ziel ist es, nicht nur die Veranstaltung zu stemmen, sondern am Ende auch wieder Einrichtungen unterstützen zu können, die sich lokal, sozial und integrativ engagieren. Das Pilotkonzert brachte eine stolze Spendensumme von 3.600 Euro ein. Das Geld jetzt soll in Projekte fließen, wie in die „Chillex Lounge“ im GSH. Der Stadtjugendring hat dieses erlebnispädagogische Angebot aus der Taufe gehoben und bietet es monatlich an. Hier können eingesessene Mündener Jugendliche und junge Migranten gemeinsame Unternehmungen machen. Sie dürfen sich nun um 1.300 Euro aus der RFT-Kasse freuen, die das Spendenparlament treuhändisch verwaltet. Und es werden weitere Bewerber für die übrige Spendensumme gesucht: „Projektbeschreibungen können mit einem Antrag eingereicht werden, der sich auf 5eck.de/rock-for-tolerance   herunterladen lässt. Ein Gremium, bestehend aus dem Orga-Team des RFT und zwei Beratern des Spendenparlaments werden zeitnah über die einzelnen Anträge entscheiden. Dabei geht es nicht um ein- oder zweihundert Euro, sondern um richtig viel Geld“, lockt Maaßen.

Die Idee für Art for Tolerance

Das RFT könnte künstlerischen Zuwachs bekommen. Joude Bouzan aus Syrien hatte den Einfall, die Themen Toleranz und Integration mit einer etwas anderen Form der künstlerischen Ausdrucksweise zu verbinden. Die 17-Jährige trat an die RFT-Macher mit der Idee heran, eine Kunstausstellung zu organisieren. Im Nu wurden mit den Planungen für „Art of Tolerance“ (AFT) begonnen, das gemeinsam mit dem Mündener KunstNetz nach dem Denkmal-Kunst-Festival Ende Oktober stattfinden könnte. Den Ausstellungsort für Fotokunst und Malerei habe man schon im Blick. „Das Interesse von einigen Mündener Künstlern ist da, dennoch brauchen wir weitere Künstler und auch Helfer, die sich an der Umsetzung beteiligen. Durch die Ausstellung sollen ebenfalls Spendengelder eingenommen werden, die ebenfalls integrative Projekte unterstützen“, so Bouzan. Ob die ausgestellten Werke der teilnehmenden Künstler veräußert werden und ob auch davon Gelder in die Spendenkasse fließen, muss noch geklärt werden. An RFT und AFT Interessierte werden gebeten sich unter rft@5eck.de zu melden.

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