12 Millionen Euro für die Sababurg

Abriss und Wiederaufbau des Hotels geplant

Hofgeismar. „Das Land Hessen investiert in den kommenden Jahren über zwölf Millionen Euro in die Sababurg in Hofgeismar. Dornröschen ist zeitlos schön, ihr Schloss auch, aber das Hotel ist doch in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß. Mit einer Frischzellenkur sorgen wir dafür, dass die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte und beliebte Sababurg auch in Zukunft ein attraktives Tourismusziel in Nordhessen bleibt.“ Das gab Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer bekannt.

Bausubstanz beeinträchtigt

Nach dem Auszug der ehemaligen Pächter wurde die Sababurg im Frühjahr an das Land zurückgegeben. Im Anschluss begann man mit der Erneuerung des Westturmhelms. Diese soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Parallel wurde die Sababurg vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) einer intensiven baulichen Bestandsaufnahme unterzogen und leitete die mittlerweile abgeschlossenen Planungen für die anstehenden, umfangreichen Sanierungsmaßnahmen ein. Das Modernisierungskonzept sieht unter anderem vor, dass das Hotel- und Restaurantgebäude, erbaut in den 1970er Jahren, abgerissen und anschließend neu aufgebaut wird. Die Untersuchungen hatten ergeben, dass die Grundsubstanz des Gebäudes stärker beeinträchtigt ist. Nach Abschluss der Baumaßnahme sollen den Hotelgästen zukünftig rund 40 moderne Hotelzimmer zur Verfügung stehen – gut doppelt so viele wie bislang. „Die heutigen Anforderungen an einen modernen Hotel- und Restaurantbetrieb sind deutlich andere als noch vor 30 Jahren. Dies betrifft etwa die Sanitäranlagen, Barrierefreiheit, Energieeffizienz, aber auch eine zeitgemäße Aufteilung der Räume. Kurzum: Mit den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen möchten wir einen erfolgreichen Betrieb der Sababurg als Hotel, Restaurant und Veranstaltungsort auch für die Zukunft ermöglichen. Wir investieren damit kräftig in den Tourismus- und Wirtschaftsstandort Nordhessen und werden die Attraktivität der Sababurg mit Sicherheit weiter steigern“, sagte Finanzminister Schäfer.

Zum Modernisierungskonzept gehört unter anderem auch die Instandsetzung der WC-Anlagen im Kioskgebäude. Auch Umbauten im Kanzleigebäude sind vorgesehen. Das Gebäude soll zudem ein neues Dach bekommen. Arbeiten an der Außenanlage wie dem Parkplatz werden ebenfalls vorgenommen. Bereits in den zurückliegenden Sommermonaten wurde die Außenbewirtschaftung an der Sababurg, trotz erster Sanierungsmaßnahmen, aufrechterhalten. Die Planungen sehen vor, dass dies auch während der weiteren Umbaumaßnahmen in den Sommermonaten der Fall sein soll. Die Neuausschreibung des Pachtverhältnisses ist parallel zu den Sanierungsmaßnahmen angedacht. Nach derzeitigen Planungen ist mit einem Abschluss der Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2022 zu rechnen.

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