Schockanruf: Göttinger Seniorin um mehrere tausend Euro betrogen

Tastenfeld eines Telefons
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Der Geldübergabe ging ein Anruf am Vormittag voraus, in dem sich eine unbekannte Frau als angebliche „Tochter“ der Seniorin ausgab.

Mithilfe eines Schockanrufes haben Unbekannte am Mittwoch in Göttingen eine Seniorin um mehrere tausend Euro betrogen. Die verängstigte Frau übergab das Geld eigenen Schilderungen zufolge am Nachmittag in der Klinkerfuesstraße an ein vermutlich 14 Jahre altes Mädchen. Dieses flüchtete mit der Beute in Richtung Schiefer Weg.

Göttingen. Der Geldübergabe ging ein Anruf am Vormittag voraus, in dem sich eine unbekannte Frau als angebliche „Tochter“ der Seniorin ausgab. Die Betrügerin schilderte, dass sie einen Unfall verursacht habe, bei dem eine schwangere Frau verletzt worden sei. Aufgrund dessen habe das Amtsgericht nun Untersuchungshaft angeordnet, die sie nur durch Zahlung einer Kaution umgehen könne. Hierfür benötige sie jetzt dringend Bargeld.

Das unbekannte Mädchen, an das die besorgte Frau daraufhin am Nachmittag das Geld aushändigte, soll wie folgt ausgesehen haben: Ca. 14 Jahre alt, ca. 150 cm groß, bekleidet mit dunkler Steppjacke, Jeans, weiß-bunt gestreifter Mütze und Mundschutz. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Göttingen unter Telefon 0551/491-2115 entgegen.

Was die Polizei Göttingen rät

Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen. Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehende Personen. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen. Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110. Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen. Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.

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