Schockanruf in Göttingen: Betrüger ergaunern mehrere tausend Euro

Mann am Telefon
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Wieder ein erfolgreicher Telefonbetrug in der Region. Die Polizei rät: Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden.

Göttingen. Mithilfe eines Schockanrufes haben Unbekannte am Montagvormittag gegen 10.30 Uhr in Göttingen eine 88 Jahre alte Frau um mehrere tausend Euro betrogen. Die besorgte Frau übergab das Geld eigenen Angaben zufolge am Mittag vor ihrer Haustür an einen Mann. Dieser flüchtete mit der Beute in unbekannte Richtung. Der Geldübergabe ging ein Anruf voraus, in dem sich zunächst ein Mann als angeblicher Sohn der Geschädigten ausgab. Dieser schilderte in dem Telefonat, dass er einen Unfall verursacht habe, bei dem eine andere Person tödlich verletzt worden sei. Aufgrund dessen benötige er nun Bargeld für eine Kaution, da ihm ansonsten eine Haftstrafe drohen würde.

Der unbekannte Mann, an welchen die verängstigte Frau das Geld aushändigte, soll wie folgt ausgesehen haben: ca. 35 Jahre alt, etwa 175 cm groß, bekleidet mit dunkler Jacke mit Reißverschluss und einer dunklen Hose. Er soll eine weiße Mund-Nasen-Bedeckung getragen und eine schwarze Tasche mit sich geführt haben. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Göttingen unter Telefon 0551/491-2115 entgegen.

Am gleichen Tag wurden im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Duderstadt ähnlich gelagerte Anrufe registriert. Hier gingen die Betrüger jedoch leer aus. Es ist davon auszugehen, dass die Anrufserie auch in Zukunft in Stadt und Landkreis Göttingen fortgesetzt wird.

Das rät die Polizei

Aus diesem Grund empfehlen die Ermittler der Polizei Göttingen die Beachtung der folgenden Hinweise: Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen. Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehende Personen. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen. Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110. Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen. Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt).

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