Schüler operieren Gummibärchen am Zukunftstag

Auf Station im Krankenhaus Hann. Münden: Die Teilnehmer des Zukunftstags konnten laparoskopisches Operieren an einem Gummibärchen mit der Praxisanleiterin Meike Kloke (li.) und der Gesundheits- und Krankenpflegerin Tina Armbrust (3. v.li.) ausprobieren.
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Auf Station im Krankenhaus Hann. Münden: Die Teilnehmer des Zukunftstags konnten laparoskopisches Operieren an einem Gummibärchen mit der Praxisanleiterin Meike Kloke (li.) und der Gesundheits- und Krankenpflegerin Tina Armbrust (3. v.li.) ausprobieren.

Zukunftstag in NZN und KHM begeisterte Schüler.

Hann. Münden. In der vergangenen Woche besuchten insgesamt 26 Mädchen und Jungen am sogenannten Zukunftstag, der aus dem ursprünglichen Girlsday entstand, das Nephrologische Zentrum Niedersachsen (NZN) und das Krankenhaus Hann. Münden (KHM). Die Praxisanleiter Meike Kloke vom KHM und Matthias Gundlach vom NZN zeigten an den jeweiligen Standortenzusammen mit Medizinischen Fachkräften und Praktikanten den Jungen und Mädchen aus der Region interessante Einblicke in Berufe und Berufsfelder im Gesundheitswesen in Hann. Münden.

Operieren ohne direkten Einblick

So erhielten sie im KHM zum Beispiel einen Einblick in die Laparoskopie, der Operation mittels Bauchspiegelung. Mit dieser "Schlüsselloch-Chirurgie" werden zum Beispiel Gallensteine oder Gallenblase aus dem menschlichen Körper entfernt. Der Routineeingriff dauert in der Regel nicht länger als 45 Minuten. Der Nachwuchs durfte sich an einer Übungsapparatur versuchen. Jeweils drei Schüler bedienten Kamera, Zange und Schere, die über zirka 40 Zentimeter lange Führungsrohre in eine blickdichte Box geführt wurden. Die Box simulierte den Bauchraum eines Menschen. In ihm mussten die Mädchen und Jungen ein Gummibärchen finden, greifen und zerteilen. Dabei konnten sie nicht direkt in die Übungsbox hineinsehen, sondern mussten dazu die Optik zur Hilfe nehmen, die mit einem Monitor verbunden war. Von dort aus konnte man, stark vergrößert, die Aktionen genau verfolgen und gegebenenfalls korrigieren. Das erforderte jede Menge Fingerspitzengefühlt. Im Anschluss durften sie sich unter Anleitung gegenseitig eine Gipsschiene an den Arm anlegen.

Im NZN besuchte eine Gruppe Schülerinnen und Schülern den Interventionsraum auf der Intensivstation. Dort bekamen sie Mobilisationstechniken mit dem Patientenlifter gezeigt. Vom Krankenbett wurde die Person auf einen Stuhl gehoben. Zudem besuchten die Teilnehmer die Endoskopie, schauten im EKG vorbei und konnten einen Lungenfunktionstest machen.

Ein abwechslungsreicher Tag, der den Teilnehmern im Alter von 10 bis 15 Jahren, der Klassen fünf bis neun von Schulen aus Hann. Münden, Heiligenrode, Uslar, Immenhausen und Göttingen viel Spaß gemacht hat.  Ziel des Zukunftstags ist es, den Jungen und Mädchen auch geschlechter-untypische Berufe vorzustellen oder welche, die sie bisher nicht als Berufswunsch in Betracht gezogen haben.

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