Mit viel Holz und Eifer die Schutzhütte gerettet

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(V.li.) Jörg Wieland (Geschäftsführer Mündener Bauverein), Sabine Dzukowski (Vorstand Mündener Bauverein), Försterin Annika Meier, Manfred Gesse, Friedel Schüßler, Dieter Grein (alle Wanderfreunde Hermannshagen), Willi Schönfeld, Wilfried Schäfer, Ulrich Richter (Wanderer, die die Schutzhütte regelmäßig aufsuchen), Reinhard Mazarin (Dachdeckermeister) und Martin Schuldes (Zimmermeister und Fachpraxislehrer der BBS Münden) feierten die Sanierung der Schutzhütte zum „Düsteren Kellerbrunnen“, die sich 2017 zum 10. Mal jährt.

Helfer erinnerten an die Sanierung des Bauwerks am "Düsteren Kellerbrunnen" in Hermannshagen vor zehn Jahren

Hann. Münden/Hermannshagen.  Wenn man begeisterungsfähige Menschen voller Tatendrang zusammenbringt, kommt meist etwas Produktives dabei heraus. So wie vor zehn Jahren, als Wanderfreund Friedel Schüßler aus Hermannshagen mit den Wunsch an die Stadt Hann. Münden herantrat, die baufällige Schutzhütte zum „Düsteren Kellerbrunnen“ im Stadtwald für Wanderer wieder herrichten zu dürfen. Ihre ursprüngliche Funktion, Waldarbeiter vor Wind und Wetter zu schützen, hatte die Hütte zu diesem Zeitpunkt bereits verloren. Der Name des Ortes sei damals Programm gewesen, wie Jörg Wieland, Geschäftsführer des Mündener Bauvereins, informierte. Nicht nur um den Zustand der Hütte war es schlecht bestellt, sondern auch um die Finanzen der Stadt: „Die Verwaltung lehnte eine Unterstützung des Vorhabens ab, gestattete aber die Sanierung der Hütte unter Voraussetzung, dass sich die Wanderfreunde einen starken Verein zur Seite holen, was sie mit dem Bauverein dann schließlich taten. Einen neuen Verein wollten man damals nicht gründen. Das hätte einen zu großen Aufwand nach sich gezogen.“

So seien es die Wanderfreunde Horst Beier, Manfred Gesse, Friedel Schüßler, Dieter Grein und die bereits verstorbenen Renate Schüßler und Horst Thies gewesen, die gemeinsam mit Jörg Wieland und Rolf Vogt vom Bauverein einen Rettungsplan schmiedeten. Ihre Namen sind deshalb heute noch auf einem Schild im Inneren der Hütte zu lesen. Um möglichst wenig Kosten zu haben, holte man sich tatkräftige Unterstützung durch Martin Schuldes von den Berufsbildenden Schulen Münden, der mit einer Zimmermannsklasse zunächst das Grundgerüst der Schutzhütte komplett neu erstellte. Dachdeckermeister Reinhard Mazarin sorgte dafür, dass bei Regen Unterschlupfsuchende trockenen Fußes in der Hütte verweilen können. Eine Spendenaktion spülte zudem Bares in die Helferkasse. Innerhalb kurzer Zeit konnte man somit die Wieder-Einweihung im Jahr 2007 feiern. Heute kümmern sich die Wanderfreunde immer noch um das rustikale Bauwerk und verpassen ihm hin und wieder einen neuen Anstrich oder bessern kleinere Schäden aus. Der Mündener Bauverein stellt dafür das Geld zur Verfügung.

In Erinnerungen an den erfolgreichen Wiederaufbau der Schutzhütte, kamen die Beteiligten in der vergangenen Woche vor Ort zusammen und genossen die gemeinsame Zeit mit einer Schlachtplatte vom Jagdhaus Heede.

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