Senior drohte mit Elektroschocker

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Hann. Münden. Ein 80-Jähriger aus der Gemeinde Habichtswald muss 500 Euro an die Tschernobyl-Kinderhilfe zahlen. Der Mann wurde am Mittwoch vom Amts

Hann. Münden. Ein 80-Jähriger aus der Gemeinde Habichtswald muss 500 Euro an die Tschernobyl-Kinderhilfe zahlen. Der Mann wurde am Mittwoch vom Amtsgericht Hann. Münden zur Zahlung an diese gemeinnützige Einrichtung verdonnert, weil er am 24. Oktober die Mieter seiner in Staufenberg wohnenden Lebensgefährtin mit einem Elektroschocker bedroht hatte.

Im Streit holte der Senior den Elektroschocker raus

Mietstreitigkeiten habe der 80-Jährige offenbar mit Hilfe des Elektroschockers beenden wollen. Zum Einsatz sei die Waffe zwar nicht gekommen, dennoch verurteilte Richter Dr. Wilfried Kraft den Angeklagten wegen Nötigung und Verstoß gegen das Waffengesetz. Und das, obwohl der Senior vor Gericht gar nicht erschienen war: Ein ärztliches Attest lag dem Amtsgericht vor, dass dem Angeklagten bescheinigte, aufgrund seines schlechten gesundheitlichen Zustandes nicht an der Verhandlung teilnehmen zu müssen.

Richter, Verteidiger und Staatsanwalt verständigten sich auf die Geldstrafe, die der 80-Jährige in mehreren Raten zu zahlen habe. Unklar blieb, ob es sich bei dem Elektroschocker um ein zertifiziertes Gerät gehandelt hatte. Der Tatgegenstand blieb unauffindbar, wurde von dem Täter vermutlich beiseite geschafft. Bei der Vernehmung hatte der 80-Jährige behauptet den Elektroschocker verloren zu haben und dass sich zur Tatzeit keine Batterien im Gerät befunden hätten.Das Verfahren gegen den Senior wird gegen Zahlung der Geldbuße eingestellt. Sollte er der Zahlung nicht nachkommen, werde das Verfahren wieder aufgenommen, so Kraft.

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