Sicher über die Straße

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Paul und Patrick (vorne) zeigen stolz ihre Fußgängerausweise, die alle Kinder der Schmetterlingsgruppe bekommen haben. In der hinteren Reihe freuen sich (v.li.) Alena Riedel (Erzieherin der AWO-Kita), Catherina Beer (Praktikantin der AWO-Kita), Hassan Atieh (Praktikant der Polizei), Polizist Volker Grube und Maike Görsdorf (Leiterin der AWO-Kita).

Hann. Münden. Schmetterlingsgruppe der AWO-Kita in der Wilhemstraße erwirbt Fußgängerausweise.

Hann. Münden. Mit wachem Blick beobachtet Polizist Volker Grube die kleine Paula. Am Zebrastreifen gegenüber der AWO-Kindertagesstätte in der Wilhelmstraße bleibt sie stehen, hebt den linken Arm, schaut nach links, rechts und wieder links und geht über die Straße an den wartenden Autos vorbei. Genauso sollen es alle 5-Jährigen der Schmetterlingsgruppe machen und tun es auch nacheinander. Dafür gibt’s am Ende Beifall von Grube und Maike Görsdorf, der Leiterin der Gruppe. Sie hat viel mit den Kindern geübt, damit diese "kleine Prüfung" gelingt.

Als Lohn gibt es neben einem heißen Kakao einen Polizeistempel auf die von den Kindern selbstgebastelten Fußgängerausweise: Damit haben die Kleinen sie jetzt Schwarz auf Weiss. Auch  Görsdorf unterzeichnet für die Kindertagesstätte.

"Alle haben es sehr gut gemacht", lobt Grube. Einige Autofahrer dagegen würden sich nicht immer so korrekt an Verkehrsregeln halten. "Wir haben hier öfter Probleme am Zebrastreifen. Viele Autofahrer sind ungeduldig und wollen schnell weiter kommen. Da kommt es schon mal zu brenzligen Situationen. Bislang ist aber nichts ernstes passiert. Vor allen Dingen deswegen, weil die Kinder im Zweifelsfall stehen bleiben", informiert Görsdorf, die die Autofahrer gern auch mal zur Rede stellt. "Die Meisten sind einsichtig und entschuldigen sich sogar. Leider aber nicht alle."

Appell an Autofahrer

Grube, und damit auch der Polizei, sind die Probleme bekannt. Sie erhält seitens der Kita-Leitung auch mal einen Hinweis, wenn sich ein Autofahrer grob fahrlässig verhalten hat. Dann kommt es unter Umstände zu einer Anzeige. Um es gar nicht soweit kommen zu lassen, rät der Polizeibeamte: "Autofahrer sehen ja schon von weitem die Beschilderung des Überwegs und sollten ihre Geschwindigkeit entsprechend anpassen, damit sie auch wirklich anhalten können. Sie sollten nah an den Zebrastreifen heranfahren, Blickkontakt mit den Kindern aufnehmen und  dann stoppen. Das  Auto einige Meter vor dem Überweg langsam ausrollen zu lassen irritiert die Kinder nur. Sie können solche Verhaltensweisen im Gegensatz zu Erwachsenen schwer einschätzen."

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