Keine Zusammenlegung der Sparkassen im Landkreis Göttingen

Einmütig ausgehandelte Vierer-Fusion scheitert am Rat der Stadt Duderstadt

Duderstadt/Hann. Münden. Der Rat der Stadt Duderstadt hat gestern die Zusammenlegung der Sparkasse Duderstadt mit den Sparkassen Osterode, Hann. Münden und Bad Sachsa abgelehnt. Damit ist die Sparkassenfusion in ihrer jetzigen Konstellation vom Tisch. Eine bereits geprüfte Alternative zur Vierer-Fusion gibt es nicht. Zur Abstimmung stand eine ausgehandelte Fusionsvereinbarung. Sie war das Ergebnis eines intensiven neunmonatigen Verhandlungsprozesses. Nach dessen Abschluss ging es in den Vertretungen der beteiligten Kommunen (Räte und Kreistag) ausschließlich um die Bewertung dieses Ergebnisses. Nachverhandlungen gab und gibt es in keiner der beteiligten Kommunen. Der Rat der Stadt Duderstadt hat bei seiner Entscheidung lokalen Aspekten Vorrang eingeräumt, das ist zu respektieren. Eine Abwägung mit den Vorteilen der Fusion für die Sparkassenstruktur im Landkreis und die übrigen betroffenen Sparkassen war bedauerlicherweise nicht ausschlaggebend.

Kritisch bemerkte die Kreisverwaltung an, dass von allen Beteiligten viel Energie und Ressourcen in die Verhandlungen eingebracht worden sei. Dem bleibe nun ebenso eine Würdigung versagt, wie der Leistung der Duderstädter Verhandlungsdelegation. Diese habe hart für die Sparkasse Duderstadt und seine Träger verhandelt und das Ergebnis als akzeptabel und fair bewertet. „Die Ablehnung durch den Rat der Stadt Duderstadt lässt keine Rückschlüsse auf Qualität und Substanz der Fusionsvereinbarung zu. Vielmehr ist festzustellen, dass in allen Verhandlungsschritten Übereinstimmung erzielt wurde. Die Sondierungen der Vorstände, die Zustimmung der Verwaltungsräte zu vertiefenden Verhandlungen und die zwischen Delegationen der Träger ausgehandelte Fusionsvereinbarung wurden gemeinsam und einmütig getragen. Darauf können alle an den Gesprächen beteiligten Akteure stolz sein“, lautet eine Stellungnahme aus Göttingen.

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