SPD: ,Kommunal wieder treibende Kraft’

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Hann. Münden. Randvoll war der Saal im Hotel "Freizeit Auefeld" anlässlich des Neujahrsempfanges der SPD. In seiner Ansprache rief SPD-Or

Hann. Münden. Randvoll war der Saal im Hotel "Freizeit Auefeld" anlässlich des Neujahrsempfanges der SPD. In seiner Ansprache rief SPD-Ortsvereinsvorsitzender Günter Fraatz das hervorragende Ergebnis der Kommunalwahl in Erinnerung: Über 50 Prozent Zustimmung in der Stadtratswahl, ein sozialdemokratischer Landrat und mit über 4.400 Stimmen ein "Rekord für die Ewigkeit"  für Ronald Schminke bei seinem Einzug in den Kreistag. Dass man auf Bodenhaftung bedacht ist und seine Aufgaben sehr ernst nehme, zeige die Zusammenarbeit mit den Grünen, dass man entschlossen handeln könne, sehe man an der Rettung des Mündener Krankenhauses im Zusammenschluss beider Häuser. Im Moment sprudeln die Steuerquellen, aber schon bald kann die Stunde der Wahrheit kommen, wenn der Konjunktur-motor stottert. Das Auftragsbuch der SPD für Gestaltung und Zukunftssicherung ist gut gefüllt.Schminke über das System Wulff

Ein ganz anderes Thema bewegte Schminke in seiner Rolle als Landtagsabgeordneter. Er zeigte einerseits das System Wulff auf. Der Bundespräsident nehme ohne jede Scham persönliche Vorteile an und erfahre obendrein die kollektive Absolution, während andererseits allen Bediensteten in Straßenmeistereien mit der Begründung "Korruptionsprävention" eine Tüte "Merci"-Bonbons verwehrt bleibe. Schminke werde auch zukünftig den Finger in die Wunde legen und so ungleiche Maßstäbe bekämpfen.

Urgestein einer Partei zu werden und besonders rege am Parteileben über Jahrzehnte prägend teilzunehmen, diesen Weg stellte Günter Fraatz an einer ganzen Liste von Parteiämtern und Mitgliedschaften in den politischen Gremien von Armin Hoffarth heraus. Alle erhoben sich von den Plätzen, als Hoffarth zum Ehrenvorsitzenden des Ortsvereins ernannt wurde und spendeten Beifall. Hoffarth entschloss sich, unmittelbar nach dem Krieg sich in der Politik der SPD für Demokratie und Wiederaufbau zu interessieren. Als Geschäftsführer der SPD Hessen Nord, behielt der gebürtige Kasseler eine enge Bindung zur alten Heimat. Gleichzeitig prägte er die Politik seines Wohnortes Gimte und des Rates der Stadt Hann. Münden, wo er seit Ende der 1960er Jahre als Ratsherr und von 1993 bis 2001 als Bürgermeister entscheidend mitwirkte.  Hoffarth stellte in seiner Rede heraus, dass sein Engagement auf einer inneren Haltung beruhe, diese Kraft kann man noch immer aus der Frühzeit der SPD, aus der Arbeiterbewegung ziehen. Noch heute ist sein Rat für die SPD unverzichtbar, und so durfte der 83-jährige Ehrenvorsitzende in erster Amtshandlung gleich die langjährig der SPD verbundenen Mitglieder ehren.

Gedenken an Fritz Michalski

Eine besondere Ehre war auf den taggenauen 110 Geburtstag von Fritz Michalski am 29. Januar zu erinnern, dessen Tochter Hilde Jahn und Enkel Karl-Fritz Jahn unter den Anwesenden weilten. Michalski, war nach dem Krieg maßgeblich zum Wiederaufbau der Demokratie als Landrat des Landkreises Münden beteiligt. Er war als Jüngster mit 23 Jahren 1925 in den Stadtrat für die SPD eingezogen und musste für seine ungebrochene Haltung mehrfach in der NS-Zeit in Konzentrationslagern einsitzen.

+++EXTRA-INFO+++

Treue Mitglieder wurden geehrt

- Für 50 Jahre: Gerd Bayerlein, Walter Beinhorn, Wolfgang Frenzel, Gerhard Schreiber und Heinrich Timmermann- Für 40 Jahre: Richard Dzukowski, Dr. Peter Faulstich, Dr. Hannelore Faulstich-Wieland, Wolfgang Fricke, Dr. Georg Hummel, Inge Hummel, Karl-Fritz Jahn, Maria Münzing, Rainer Münzing, Waltraud Müller, Hubert Nolte, Klaus Scheinhütte, Ursula Senff, Günther Speck und Peter Worch.

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