Spendenaktion für Paulinchen

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Andrea Schucht, Jugendwartin der Freiwillige Feuerwehr und die vierjährige Cemre Kencek beim Spritzen auf die Holzwand. Dahinter Laura Gerke, die schon über zwei Jahre bei der Jungendfeuerwehr ist.

Hann. Münden. Das Gegenstück zu Cold Water Challenge.

Von HELGA PIEKATZ

Hann. Münden. Cold Water Challenge (Kalt-Wasser-Herausforderung) ist ein virtueller Kettenbrief, bei dem Feuerwehren oder Hilfsorganisationen aufgefordert werden, irgendetwas "Verrücktes" im Wasser zu tun. Es folgen immer weitere Nominierungen. Die Aktionen, deren Nutzen umstritten ist, werden gefilmt und im Internet durch Youtube verbreitet. Die Mündener Freiwillige Feuerwehr, unter Leitung von Ortsbrandmeister Eike Schucht, hatte sich entschlossen, stattdessen ein Video über ihre Arbeit und Jugendausbildung zu drehen. Unter dem Titel "Wir lassen keinen im Regen stehen" ist dieser Kurzfilm seit einigen Tagen im Netz. Zusätzlich fand am Samstag auf dem Mündener Kirchplatz, zusammen mit dem Feuerwehrverein, eine Spendenaktion statt. Neben der Ausstellung der roten Feuerwehrfahrzeuge gab es für Kinder eine kleine hölzerne Häuserwand auf die sie mit einer Kübelspritze Wasser spritzen konnten. An einer Brand-Simulations-Anlage konnte jedermann den Umgang mit einem Feuerlöscher üben.Cemre Kencek ist 4 Jahre alt. Sie richtete den Wasserstrahl auf die Spritzwand, wobei sie von der Jugendwartin der Freiwilligen Feuerwehr, Andrea Schucht, unterstützt wird. Ihr zehnjähriger Bruder Furkan Kencek ist seit einem halben Jahr bei der Jugendfeuerwehr. "Es gefällt mir, Feuer zu löschen", erzählte er. "Alles macht Spaß und die Autos sehen so schön aus".  "Wir üben tolle Sachen", ergänzte Rafael Zagluvek, der schon ein ganzes Jahr bei der Jugendfeuerwehr ist. Die zwölfjährige Laura Gerke bestätigte "Laufen, Klettern über Hinderniswände, für Wettkämpfe üben, manchmal gemeinsam Grillen, es macht einfach alles Spaß". Ab 10 bis maximal 18 Jahre kann man für einen Jahresbeitrag von 24 Euro bei der Jugendfeuerwehr mitmachen.Zur Stärkung gab es Grillwürstchen und Getränke. Der hierbei erzielte Erlös von 750 Euro wird dem Verein "Paulinchen e. V." (www.paulinchen.de) gespendet. "Jedes Jahr verbrennen und verbrühen sich allein in Deutschland 6.000 Kinder so schwer, dass sie stationär behandelt werden müssen", heißt es in der Informationsbroschüre des bundesweiten, gemeinnützigen Vereins. Die Initiative für brandverletzte Kinder e.V wurde 1993 gegründet und "berät und begleitet Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall. Mit verschiedenen Präventionskampagnen warnt Paulinchen e.V. vor den Gefahren durch heiße Flüssigkeiten und Flächen, sowie Feuer, Strom und Säuren". (Kostenlose Paulinchen-Hotline 0800 0 112 123).

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