Auf den Spuren der Wissenschaft

Witzenhausen/Gttingen. Nach der Erffnung des Xlab-Science-Festivals durch den Nobelpreistrger Prof. Manfred Eigen verfolgten die Sch

Witzenhausen/Gttingen. Nach der Erffnung des Xlab-Science-Festivals durch den Nobelpreistrger Prof. Manfred Eigen verfolgten die Schlerinnen und Schler mit ihrem Tutor Studienrat Lothar Tinnemeyer den Vortrag von Prof. Dietmar Stalker Kann man Atome sehen? Ein Experiment mit Methyllithium, das an der Luft des Hrsaals sofort in einem effektvollen Pink entflammte, war nach Meinung der Abiturientin Gardis von Gersdorff der Schlusspunkt eines tollen und informativen Vortrages, den auch die Schlerin Ines Vollmer begeistert als interessant und spannend zugleich bezeichnete.

In dem anschlieenden Vortrag von Prof. Dr. Dieter Kotschick zum Thema Fullerene und Fublle aus mathematischer Sicht, verglich Kotschick das bekannte C60 Fulleren (Molekle, die die Form eines Fuballes haben) mit dem klassischen Fuball, der aus 12 Fnfecken und 20 Sechsecken besteht. Dabei stt jedes Sechseck mit seinen Kanten abwechselnd an Fnfecke und an Sechsecke. Dieser bereinstimmung ist Prof. Dr. Dieter Kotschick in seinem Vortrag auf den Grund gegangen. Ein sehr anspruchsvoller Mathematikvortrag, dessen Thema fr mich sehr anschaulich und daher auch gut nachvollziehbar dargelegt worden ist, meinte Ines Vollmer. Eine besondere Aktualitt fr die Leistungskursschler des Beruflichen Gymnasiums in Witzenhausen hatte der dritte Vortrag In 80 Tagen um die Welt Modelle zur Ausbreitung moderner Seuchen von Dr. Dirk Brockmann vom Max-Planck-Institut fr Dynamik und Selbstorganisation, Gttingen. Faszinierend, wie schnell sich beispielsweise Geldscheine ausbreiten, so die Schlerin Carmen Rutt. Worum ging es? Und was haben Geldscheine mit Seuchen zu tun? Das Interesse der Schlerinnen und Schler war besonders gro, da allen noch die rapide Ausbreitung von SARS und der Vogelgrippe prsent war, welche auch zu den Pandemien gehren, die zu einer lnder- und kontinentbergreifende Ausbreitung von Krankheiten fhren.Krankheitserreger breiten sich weltweit durch reisende Menschen aus. Da Informationen ber das Reiseverhalten von Menschen aber nicht so einfach beschafft werden knnen, konzentrierte man sich auf weitere Reisebegleiter Geldnoten, deren Wanderung nachvollziehbar ist. Wissenschaftler analysierten die Daten des amerikanischen Bill-Tracking Internetspiels aus, bei dem Geldnoten online registriert werden konnten. Es war den Forschern gelungen, Eigenschaften ber das typische Reiseverhalten zu ermitteln und daraus wiederum Rckschlsse auf die Ausbreitung von Krankheitserregern zu ziehen. Die Bewegungsdaten wiesen nmlich universelle Skalierungsgesetze auf, die auch in biologischen und physikalischen Systemen zu finden sind. Das Besondere ist, dass diese Gesetze nur durch zwei Parameter festgelegt sind. Heute kann man nicht mehr davon ausgehen, dass sich Seuchen geografisch gleichmig ausbreiten, was bei historischen Krankheiten wie der Pest auch zutraf. In naher Zukunft knne ein Modell zur Vorhersage ber die geografische Ausbreitung von Seuchen entworfen werden, so Brockmann. Den Grundstein dafr legten die Physiker, indem sie eine mathematische Theorie des menschlichen Reiseverhaltens aufstellten.Insgesamt waren alle Schlerinnen und Schler mit der Exkursion nach Gttingen sehr zufrieden. Ines Vollmer und ihre Mitschler meinten: In dem Leben des 13. Jahrgangs der Biotechniker gibt es im Moment wenig zu lachen das Abi steht kurz vor der Tr. Da tat die Abwechslung durch den Besuch des Xlab-Siencence-Festivals sichtlich gut. (mts)

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