Stadt muss kämpfen

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IIHD-Studie belegt: Mündener Innenstadt macht der Strukturwandel schwer zu schaffen.

Hann. Münden. Im  Rahmen  einer  Zusammenarbeit  des  Magazins  Wirtschaftswoche  und  des  Institut  für  Internationales Handels-  und  Distributionsmanagement  (IIHD)  wurde  die  aktuelle  Situation  des  Einzelhandels  in  585 deutschen  Mittelstädten  ermittelt. Dieser  Stadt-Typus  hat  in  besonderem  Maße  mit  den  Folgen  des anhaltenden  Strukturwandels  zu  kämpfen.  25  Städte  wurden  identifiziert,  die  hinsichtlich  ihresEinzelhandelsumsatzes besonderen Herausforderungen unterworfen sind, eingeschlossen Hann. Münden, aber  auch  solche  Städte,  die  bereits  erfolgreiche  Strategien  zur  Begegnung  des  Strukturwandels entwickelt haben."Sicherlich sind die negativen Entwicklungen in der Mündener Innenstadt der letzten Dekade nicht von der Hand zu weisen, doch nützt es keinem, wenn wir jetzt nicht weiter zukunftsorientiert agieren. Aufgrund des fehlenden institutionellen Zusammenhalts und schwerwiegender Fehlentwicklungen in der Vergangenheit belegt Hann. Münden in der IIHD-Studie einen der hinteren Plätze. Daher rufe ich alle Kommunalpolitiker und lokalen  Akteure auf, an dem gemeinsamen Ziel  zu arbeiten,  unsere  Stadt  attraktiver  zu gestalten.", fordert WWS-Geschäftsführer Rolf Bilstein. Vor  diesem  Hintergrund  übernimmt  auch  die  WWS  eine  verantwortliche  Rolle  für  die  nachhaltige Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Hann. Münden.

Mit der Zeit gehen, anstatt mit der Zeit zu gehen

"Auch  die  zeitgemäße Erneuerung  von  Ladenflächen  kann Ansiedlungsinteressierte nach Hann. Münden locken. Aufgrund von Modernisierungsprozessen hat sich beispielsweise die Modekette Gina Laura in der Langen  Straße  49  niedergelassen.  Weitere  Umbaumaßnahmen  von  Ladenflächen  hin  zu  einem zeitgemäßen  Geschäft,  nach  aktuellen  Standards,  finden  derzeit  in  der  Ecke  Rosenstraße/Burgstraße sowie Ziegelstraße 10 statt", so Bilstein. Auch  bereits  über  Generationen  bestehende  Geschäfte  hätten  die  Notwendigkeit  der  Modernisierung erkannt, um auch langfristig bei jüngeren Generationen  interessant zu bleiben, wie am Beispiel Juwelier Deutsch in der Lange Straße 40 erkennbar sei.Weiterer Leerstand, der eine neue Nutzungen erfahren hätte, sei beispielsweise das seit Anfang des Jahres in der Lange Straße 99 zu findende Modegeschäft Joshi Mode. Auch in der Burgstraße finde gegenwärtig eine positive Entwicklung statt. Das Werra Diner aus Witzenhausen habe beispielsweise die Räumlichkeiten in der Burgstraße 29 übernommen und biete dort ab März ein abwechslungsreiches Mittagsangebot für den kleinen Geldbeutel an, erklärt der WWS-Chef. Und weiter: "Außerdem konnte mit dem Einzug von Petra Wallbach’s Herzstübchen in die Burgstraße 26 ein weiteres Mitglied der Mündener Kreativ-Szene in der Innenstadt Fuß fassen. Hier sind jede Mengen ideenreicher Deko-Artikel zu erhalten. Seit Anfang des Monats befindet sich auch in denRäumen der  ehemaligen Floristeria  in der  Burgstraße 23 ein kleiner  Souvenir-Laden.  Unter dem Motto "Zeitraum" werden hier Ausstellungsmöglichkeiten verschiedener Arbeiten regionaler Künstler angeboten."

Aber auch in den Nebenstraßen seien neue Geschäfte eröffnet worden. Beispielweise das Stick-Stübchen von Matthias Plank in der Kirchstraße 14, wo man Bestickungen aller Art erhalten könne. Ein Besuch dieser neuen aber natürlich auch der etablierten Geschäfte lohne sich in jedem Fall für Kunden, kompetenten und kundennahen Service suchen würden, so Bilstein.

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