Stadt schreibt auch 2015 rote Zahlen

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Hann. Münden. Haushaltsplan sieht Minus von 4,1 Millionen vor.

Hann. Münden. Von schwarzen Zahlen ist die Drei-Flüsse-Stadt auch im kommenden Jahr weit entfernt: Mit einem Minus von rund 4,1 Millionen Euro schließt der Haushaltsplan 2015 ab, den Bürgermeister Harald Wegener vergangene Woche in den Rat der Stadt einbrachte. Damit würde sich die Deckungslücke der Stadt auf rund 48,5 Millionen Euro erhöhen.Einen Ausweg aus der Haushaltsmisere sei nicht in Sicht, sagte der Bürgermeister. Selbst wenn sich die Stadt von sämtlichen freiwilligen Aufgaben trenne, könne die Deckungslücke voraussichtlich nicht geschlossen werden.Ein solch drastischer Schritt hätte zudem fatale Auswirkungen auf den lokalen Arbeitsmarkt und die städtische Infrastruktur. "Als Fazit bleibt, dass ein solcher Weg im Interesse unserer Bürger nicht beschritten werden sollte", so Wegener weiter.Nachdem die Neuverschuldung in den Jahren 2011 und 2012 geringfügig abgebaut werden konnte, schließt der Haushalt 2015 an die Entwicklungen der vergangenen beiden Jahre an. 2013 stand ein Defizit von rund 2,7 Millionen Euro zu Buche, und das Jahr 2014 schließt die Stadt voraussichtlich mit einem Fehlbetrag von rund 2,5 Millionen Euro ab.

"Rat braucht glückliche Hand"

"Es wird in der Diskussion notwendig sein, den strukturellen Defiziten mit einschneidenden Maßnahmen zu begegnen, die für Viele spürbare Veränderung bringen können", sagte Wegener. Er wünschte dem Rat "eine glückliche Hand bei der Beratung dieses Haushalts und  große Einmütigkeit vor allem bei unpopulären Entscheidungen".

Nach den Beratungen in den Fraktionen beschließt der Rat die Haushaltssatzung für das kommende Jahr voraussichtlich in seiner Sitzung am 16. Dezember.

Haushalt 2015

Gegenüber dem ursprünglichen Plan hat sich das prognostizierte Haushaltsergebnis 2015 um 825.900 Euro verschlechtert.

Den ordentlichen Erträgen  in Höhe von 34.821.000 Euro stehen ordentliche Aufwendungen  in Höhe von 38.922.400 Euro gegenüber.

Auf der Ertragsseite sind insbesondere die prognostizierten Einnahmen aus den Schlüsselzuweisungen des Landes (-1,3 Millionen) und der Gewerbesteuer (-1,1 Millionen Euro) dramatisch zurückgegangen.

Einsparungen können voraussichtlich vor allem bei der Unterhaltung von Grundstücken und baulichen Anlagen (-1,3 Millionen Euro) generiert werden.

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