Nach Workshop: Ausschuss stellte Schlagd-Ideen vor

Mündener brachten konkrete Vorschläge für die Gestaltung der Wanfrieder Schlagd ein

Hann.Münden.  Bei der letzten Öffentlichen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses war unter anderem die Umgestaltung der Wanfrieder Schlagd ein Thema. Viele Bürgerinnen und Bürger hatten sich an dem Workshop Mitte Mai beteiligt. Patrick Rokicki von der Planungsgemeinschaft, Landschaft und Freiraum (PLF) Kassel nannte die zahlreichen Vorschläge.

Weniger Parkplätze gefordert Gefordert wurden unter anderem weniger, oder besser gar keine Parkplätze an der Schlagd, alternativ Parkplätze hinter den Fassaden. Das „historisches Bewusstsein in den Vordergrund zu rücken“, indem Infotafeln aufgestellt werden. Man könnte Hann. Münden den Titel „Hansestadt“ geben, den alten Packhof als Markthalle nutzen und diesen analog zum Schloss beleuchten. Überhaupt solle die Schlagd, inklusive den Packhof, als Veranstaltungsort genutzt werden. Neben Flächen für Gastronomie sollten auch genügend öffentliche/nicht kommerzielle Sitzmöglichkeiten geschaffen werden. Um Rundwege zu erhalten, könnte man Wegbeziehungen zwischen Tanzwerder, Doktorwerder und den Schlagden in Form von (Hänge-)Brücken schaffen. Kinder bräuchten „Erlebnispunkte“. Angebote wären ein „Wasserspielplatz“, ein vor Anker liegendes Schiff mit Angeboten für Kinder“, ein Aquarium zum Fluss und eine Wackelbrücke zum Tanzwerder. Weitere Anregungen waren: ein Kanufreundlicher Anleger, Wildwasserflächen nutzbar machen, Plätze für Hausboote schaffen, ein Aussichtspunkt zum Nadelwehr (Skywalk) und direkte Zugänge zum Wasser. Rainer Cohrs, Liegenschaften und Sanierung, versprach, die Pläne zum gegebenen Zeitpunkt zu veröffentlichen.

Ferner berichtete Rainer Cohrs über die Förderung durch die KIP-Mittel für die Sanierung des historischen Rathauses. Mit dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KIP) fördert der Bund Investitionen bis Ende 2020. In diesem Fall könnte es der „selbstständige, erste Teilabschnitt der Rathaussanierung sein. Er beinhaltet die „Herstellung des Treppenhauses und der ursprünglichen Zugänge, Maßnahmen zur Barrierefreiheit, Schaffung von Räumen mit einer öffentlichen Nutzung etc.“. Weitere Baumaßnahmen am Rathaus sind so möglich.

Siegfried Pflum, Fachdienst Stadtentwicklung, stellte die geplanten Änderungen des Flächennutzungsplanes (Sammeländerung) – Sachstandsbericht vor. Insgesamt sind 18 Flächen betroffen, darunter Tanz- und Doktorwerder als temporäres Veranstaltungsgelände, die Weserliedanlage als „Ruheforst mit verkehrlicher Erschließung“. Ferner Flächen für Gewerbe, Landwirtschaft, bzw. Mischbau in Bonaforth, Gimte, Hedemünden, Hemeln, Forsthaus Glashütte, Lippoldshausen und Volkmarshausen.

Mike Bause von den Kommunalen Diensten (KDM) berichtete über die 35 Brücken, die „turnusmäßig“ überprüft werden. Davon sind sieben sanierungsbedürftig bzw. müssten erneuert werden. Bei sechs Brücken wurde ein Ersatzneubau empfohlen. Die Brücken, vorwiegend von Anliegern benutzt, könnten aber teilweise umfahren werden. Baubeginn solle 2018 sein. Die gesamten Kosten für alle Brücken lägen bei der immensen Summe von fast einer Million Euro. Darin enthalten sind zur Verfügung stehende „Haushaltsausgabereste“ in Höhe von rund 284.000 Euro. Um die Kosten der Brückensanierungen zu senken, wurde angeregt zu prüfen, ob Durchlässe (große Kanalisationsrohre) möglich wären.

Dem Beschluss für die „Erbringung von Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichen Interesse für die Stadt Hann. Münden durch die Hann. Münden Marketing GmbH“ wurde mit sieben Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme zugestimmt.

Trinkwasserbrunnen wieder im Gespräch

Die Gruppe der Grünen/Münden aktiv stellte erneut den Antrag zur Aufstellung eines Trinkwasserbrunnens am Rathaus zur kostenlosen Nutzung. Es handelt sich hierbei um einen Entwurf von Studenten der Kunsthochschule Kassel in Abstimmung mit Künstlern des Mündener Kunstnetzwerkes. Standort soll die Südseite des Rathauses sein. Die Kosten im Gesamtwert von rund 20.000 Euro würden durch Sponsoren aufgebracht werden. Die Folgekosten waren „fast Null“ wenn die VHM das Wasser und „paar Watt Strom“ spendiert, so Hartmut Teichmann. Der Rat stimmte zunächst nicht zu und bat Teichmann weitere Informationen nachzuliefern.

Rubriklistenbild: © Piekatz

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