Großes Stadtfest soll 2019 gefeiert werden

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Hann. Münden soll sein großes Stadtfest zurückbekommen. Unsere Aufnahme entstand bei "Münden Live" im Sommer diesen Jahres.

"Pro Tourist" holt Vereine und Unternehmer an einen Tisch

Hann. Münden. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen lud der Verein ProTourist zu einer Veranstaltung in das Café Aegidius ein. Informierten Rechtsanwälte des Vereins Ende Oktober über juristische Möglichkeiten zur Ablehnung der Fremdenverkehrsabgabe, traf man sich jetzt mit Vertretern der Vereine und Ehrenamtlichen aus Hann. Münden. Ziel war es, ehrenamtliches Engagement zusammenzuführen und zu bündeln. „Das ist uns gelungen“, sagt Pressesprecher Michael Lindenau, „nach mehr als zwei Stunden des Kennenlernens und Diskutieren freuen wir uns mitteilen zu dürfen, dass ProTourist gemeinsam mit weiteren Vereinen, ein Stadtfest für 2019 organisieren will!“ Federführend für die Planung und Umsetzung dieses großen Stadtfestes hat ProTourist die beiden Unternehmer Jürgen Beute und Thomas Probek gewonnen, die große Erfahrungen mit solchen Events haben und bereits schon lange über ein Stadtfest nachgedacht haben. „Mit diesen Profis im Veranstaltungsbereich sind wir hervorragend aufgestellt“, freut sich Michael Lindenau, „denn wir alleine können eine solche Herkulesaufgabe sicher nicht bewältigen!“ Ein Schwerpunkt des Festes werde das Thema Wasser werden. Das sei ein Alleinstellungsmerkmal der Drei Flüsse Stadt und dem wolle man gerecht werden.

Kritik am Bürgermeister

Diskutiert wurde auch über das geplante Einzelhandelsprojekt auf dem Gelände der früheren Schleifmittelfabrik C.F. Schröder. Hier wolle man auf dem rund 36.000 Quadratmeter großen Grundstück Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister ansiedeln. Ein so wichtiges Thema dürfe man nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit in irgendwelchen Gremien diskutieren, beklagt ProTourist und erinnert an die Einführung der Fremdenverkehrsabgabe: Sowohl das Einzelhandelsprojekt C.F. Schröder als auch die Fremdenverkehrsabgabe haben massive Auswirkungen auf den Handel in der Stadt.

„Es scheint, als ob Bürgermeister Wegener systematisch versucht, Handel und Gewerbe kaputt zu machen. Erst jetzt muss wieder ein Geschäft in der Altstadt schließen”, sagt Michael Lindenau und: „Man muss doch kein Prophet sein, um schon jetzt zu wissen, dass das geplante Mammutprojekt zu weiteren Schließungen im Einzelhandel der Stadt führen werde.“ Ohne Geschäfte in der Altstadt werde Hann. Münden zu Geisterstadt. Und welcher Tourist wolle schon gerne eine Geisterstadt besuchen, klagt der Verein. Man habe nichts gegen eine Wiederbelebung des Schröder Gebäudes. Aber bitte mit Geschäften, die das Angebot der Stadt erweitern und somit noch attraktiver machen. So teile man die Sorge der Gilde. „Es ist unglaublich, wie der Bürgermeister sich weigert, der Realität ins Auge zu sehen, klagt ProTourist. Wegener müsse endlich aufhören, Gardinenpredigten an seine Kritiker zu halten. „Anstatt teure Gutachten in Auftrag zu geben, genügt ein mehrstündiger Gang durch die Stadt“, sagt Pressesprecher Michael Lindenau und appelliert: „Führen Sie Gespräche mit den Bürgern und nicht nur mit der Verwaltung. Sie sind nicht nur Verwaltungschef, sondern auch Bürgermeister!“

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