Mittelalterdorf Steinrode feierte Frühlingsfest

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Zahlreiche Besucher im Mittelalterdorf Steinrode.

Mitglieder des Vereins „Libelula" und Ehrenamtliche stellten ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine.

Hann. Münden. Bei Bilderbuchwetter feierten viele Besucher ein Frühlingsfest im Mittelalterdorf Steinrode. Mitglieder des Vereins „Libellula“ und Ehrenamtliche hatten ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Zum Palmsonntag gehören traditionell die „Palmbuschen“, das sind Palmwedel, mit denen „die Natur angetippt wird, um sie zum Blühen zu animieren“ erzählt Fenja Zeuch beim Flechten der Wedel. Die sechsjährige Lotta und ihre neunjährige Schwester Maja wünschten sich farbenfrohe Kränze für ihre Türen zuhause. Silke Völke-Schrader, Geschaftsführerin des Vereins, zeigte ihnen, wie man die Weidenstöcke vorsichtig biegen muss, damit sie geschmeidig werden und nicht brechen. Dann suchten sich die Mädchen die schönsten Strohblumen für ihre Kränze aus. Eine kleine Töpfergruppe um Gisela Scheurich rollt und knetet begeistert den Tonteig. Die vier- bis zehnjährigen Kinder, Claire, Lara, Leonie und Phillip, möchten jeder einen Becher formen. Zum Brennen nimmt die staatlich geprüfte Erzieherin die Kunstwerke nach Hause. Am Muttertag sind sie abholbereit. In einer Hütte, die als Schmiede dient, konnte man beim Schmieden zuschauen. Klaus Burkhard-Prinz hält ein Stück Eisen in die Glut, Sven Uhl betätigt den Blasebalg. Anschließend hämmert der Schmied verschiedene Gegenstände, zum Beispiel einen Ochsenring oder einen Eisenlöffel mit Haken. In die Kunst des Bogenschießens weihte Carsten Schill aus Witzenhausen Jungen und Mädchen ein. Mit Naturfarben gefärbte Schafwolle verkaufte Helga Schnelle aus Osterode am Harz und verriet gleichzeitig die Mixtur der Farben.

V.l. Silke Völke-Schrader, Lotta und Maja, dahinter ihre Eltern.

In der „Taverne“ servierte Ingeborg Röse Kaffee und Tee. Knut Katzwinkel war Würstchengriller. Dazu gab es im Holzofen gebackene Brötchen. Gemüsesuppe und Flammkuchen verkauften Carsten Steiner und Uta Kühnemuth.

Dr. Christian Platner, Vorsitzender des Vereins Libellula, schätzt die Besucher an diesem sommerlich warmen Sonntag auf deutlich mehr als 600. Der Förderverein für Umweltbildung und Waldpädagogik an Schulen e.V. – Libellula, ist mit dem Mittelalterlichen Dorf Steinrode, Kohlenstraße 101, Hann. Münden, Mitglied im Verbund Biologischer Lernorte der Region Kassel.

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