Stephan Weil übernahm bei Jungfernfahrt eines neuen Ruderbootes in Münden das Kommando

Ministerpräsident Stephan Weil tauft Boot.
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Auf den Namen „Südniedersachsen“ taufte Stephan Weil den neuen Achter des Mündener Rudervereins. Links neben ihm der Vereinsvorsitzende Thomas Stadler, Dr. Joachim Atzert, SPD-Fraktionsvorsitzender im Mündener Stadtrat und der Landtagsabgeordnete Gerd Hujahn (v.re.).

Niedersachsens Ministerpräsident taufte den neuen „Achter“ des Mündener Rudervereins auf den Namen „Südniedersachsen“. Anschließend drehte er als Steuermann mit dem Rudernachwuchs eine Runde auf der Fulda.

Hann. Münden. Wenn sich Sportler*innen auf einem „Achter“ in die Riemen legen, können sie Spitzengeschwindigkeiten über 20 km/h erreichen. Am vergangenen Montag gab die gemischte Mannschaft des Mündener Rudervereins nicht ganz so viel Gas. Die A- und B-Junioren, angeführt von einer Ruderin aus dem Seniorenbereich, waren dennoch flott auf der Fulda unterwegs - unter den lauten Rufen des Ministerpräsidenten Stephan Weil. Der saß ganz hinten im Boot und rief in der Rolle des Steuermanns die Ruderschläge mit. Weil am Ruder - so wie auf Landesebene. Das schien Niedersachsens Landesvater zu gefallen. Wieder an Land angekommen, bedankte sich Weil mit einem Lächeln auf dem Gesicht: „Klasse, das hat wirklich Spaß gemacht. Vielen Dank!“

Zuvor hatte er das Boot unter den Augen mehrerer Genossen, darunter der Landtagsabgeordnete Gerd Hujahn, Kreisrat Marcel Riethig, der Fraktionsvorsitzende im Mündener Stadtrat Dr. Joachim Atzert, Bundestagskandidat Dr. Andreas Philippi und Bürgermeisterkandidatin Dr. Karin Weber-Klatt auf den Namen „Südniedersachsen“ getauft. Dabei hatte er einen Schluck Sekt über den Bug des „Achters“ gekippt. „Die ganze Flasche schlagen ich lieber nicht dagegen, damit am Ende nicht noch ein Loch in den Rumpf kommt“, scherzte Weil in Anbetracht des fließenden Alkohols.

Der Mündener Ruderverein um den 1. Vorsitzenden Thorsten Stadler hatte das Vorhaben Weil für die Taufe der „Südniedersachsen“ zu gewinnen. Was lag bei diesem Namen näher als den Ministerpräsidenten höchstpersönlich in die Dreiflüssestadt zu bitten? Und es klappte, da Weil bei einer Rundreise ohnehin in der Region unterwegs war. „Mit dem Namen wollten wir unsere Verbundenheit zur Region zum Ausdruck bringen. In diesem Landstrich müssen wir uns auch sportlich immer behaupten“, informierte Stadler.

Das 18 Meter lange und 90 Kilogramm schwere Sportgerät aus Carbon und Kevlar stammt von der Chinesischen Nationalmannschaft. „Normalerweise kostet solch ein Boot etwa 48.000 Euro. Wir haben es für 25.000 Euro bekommen. Das Besondere daran ist, dass man es in zwei Teile auseinanderbauen kann, um es auf einem Anhänger im Straßenverkehr zu transportieren“, erklärte Stadler weiter, hin zu Meisterschaften auf Landes- und Bundesebene in Köln, Hamburg oder München.

Der Mündener Ruderverein zählt 228 Mitglieder und hat über 100 Boote im Bestand, die im ganzen Jahr bewegt werden. Kooperationen gibt es mit dem Grotefend-Gymnasium und der Universität Göttingen. Am kommenden Freitag und Samstag steigt der zweite Teil der 10. Mündener Stadtregatta auf dem Gelände des Mündener Rudervereins am Fährweg. Bei so vielen Engagements ist es nicht verwunderlich, dass der Verein zum Stützpunkt des Landesruderverbandes auserkoren wurde, um hier in Zukunft in einem Talentzentrum den Nachwuchs in Südniedersachsen aufzubauen.

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