Streifenwagen beschossen

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21-Jähriger flippte in Göttingen aus und ballerte mit einer Schreckschusspistole um sich.

Göttingen. Bei einem Polizeieinsatz im Göttinger Greitweg ist am Dienstagabend gegen 19.45 Uhr eine Funkstreife der Polizei Göttingen von einem 21 Jahre alten Mann offensichtlich gezielt mit einer Schreckschusspistole beschossen und der Funkstreifenwagen beschädigt worden. Eine 34 Jahre alte Polizistin und zwei 53 und 57 Jahre alte Polizisten wurden bei der anschließenden Festnahme durch den Einsatz von Pfefferspray leicht verletzt. Der 21 Jahre alte Göttinger erlitt leichte Reizungen der Augen. Er wurde im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen in eine psychiatrische Fachklinik eingeliefert. Auslöser des Polizeieinsatzes waren offensichtlich Streitigkeiten.

Ersten Erkenntnissen zufolge soll der 21-Jährige vor Eintreffen der Beamten mehrfach vor einem Haus im Greitweg mit der Pistole in die Luft geschossen und einen 48 Jahre alten Mann angegriffen haben. Sofort nach Eingang der Meldung über Polizeinotruf rückten alle verfügbaren Streifenwagen zu der beschriebenen Örtlichkeit aus. Was dann geschah, spielte sich innerhalb von nur wenigen Minuten ab. Als der erste alarmierte Streifenwagen vor Ort eintraf, rannte der mutmaßliche Schütze ersten Ermittlungen zufolge sofort auf das Fahrzeug zu und schoss mit einer Pistole mehrfach in dessen Richtung.

Die beiden im Wagen sitzenden Beamten und auch der 21-Jährige hatten großes Glück: Weil kein Projektil in ihr Fahrzeug einschlug, folgerten die Ermittler trotz der Stresssituation offenbar geistesgegenwärtig, dass es sich bei der Pistole um keine scharfe Waffe und stattdessen um eine Schreckschusspistole handeln musste. Nur wenige Sekunden später stand der 21-Jährige jetzt plötzlich direkt an der Fahrerseite des Funkstreifenwagens, hielt die Pistole in Richtung der Polizisten und schoss erneut. Im weiteren Verlauf soll der Mann noch weitere Schüsse abgegeben haben. Schließlich warf er die entladene Pistole mit voller Wucht in die Heckscheibe des Polizei-VW Busses, die dabei zersplitterte. In diesem Moment sprangen die beiden Polizisten aus ihrem Fahrzeug. Mit Unterstützung weiterer Kollegen und unter Einsatz von Pfefferspray konnte der 21-Jährige überwältigt, zu Boden gebracht und gefesselt werden. Hiergegen leistete der unter Alkoholeinfluss stehende Göttinger erheblichen Widerstand, beleidigte und bespuckte die Einsatzkräfte.

Der 21-Jährige wurde zur Polizeidienststelle transportiert, wo ihm auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Göttingen eine Blutprobe entnommen wurde. Es schloss sich die Einlieferung in eine psychiatrische Fachklinik an. Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren u. a. wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ein. Die Ermittlungen dauern an.

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