Taschendiebe sind unterwegs!

+

Göttingen. Polizei rät zur Vorsicht und gibt Tipps, wie Sie sich richtig schützen und auf einen Diebstahl reagieren.

Göttingen. Die Innenstadt von Göttingen war am Mittwoch das Ziel unbekannter Geldbörsendiebe. Im Laufe des Tages gingen bei der Polizei Göttingen mehrere Anzeigen ein. Nach derzeitigen Erkenntnissen waren die Täter sowohl in verschiedenen Geschäften als auch in der Fußgängerzone "aktiv". Hier fingerten sie ihre spätere Beute unbemerkt aus den Umhänge- und auch Jackentaschen ihrer Opfer. Betroffen waren in allen Fällen Frauen. Die genaue Schadenshöhe ist noch unbekannt. Von den Dieben fehlt bislang jede Spur. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Göttingen unter Telefon 0551/491-2117 entgegen.

Angesichts der aktuellen Taten rät die Polizei Göttingen zu besonderer Vorsicht beim Umgang mit Portmonees und anderen Wertgegenständen. Kriminalhauptkommissar Achim Loose vom Präventionsteam der Polizei Göttingen kennt die vielfältigen Tricks der Diebe genau. "Trickdiebe suchen bewusst die körperliche Nähe und versuchen, ihre Opfer abzulenken.  Sie drängeln, rempeln oder beschmutzen die Kleidung der zuvor sorgfältig ausgewählten Opfer, um dann in einem unbeobachteten Moment zuzugreifen.  Manchmal geben sich die Täter auch als ortsunkundige Touristen und benutzen einen Stadtplan zur Ablenkung oder versuchen es mit der bekannten Geldwechselmasche", sagt der Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Göttingen und fügt hinzu: "Meistens arbeiten die Diebe professionell und arbeitsteilig, um an Geldbörsen oder Handys zu gelangen. Im Focus der Langfinger sind im Moment vor allem teure Smartphones oder Tablets. Häufig treten die Täter im Team auf - einer lenkt ab, der andere nutzt die Unaufmerksamkeit der Opfer aus und gibt die Beute an einen Dritten weiter. Der Diebstahl wird oft erst viel später entdeckt, wenn die Trickdiebe schon wieder über alle Berge sind".

Wie kann ich mich schützen? 

Aus dem gegebenen Anlass rät die Polizei: Nur so viel Bargeld mitnehmen, wie unbedingt notwendig. Unnötige Wertgegenstände wie Fotos oder Tablets lieber zuhause lassen. Geld, Papiere und Schlüssel in innenliegenden Taschen verteilen und möglichst nah am Körper aufbewahren. Taschen und Rucksäcke nie unbeaufsichtigt lassen und stets verschlossen halten. Bei Ablenkungsmanövern besonderes Augenmerk auf die Wertsachen richten. Bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort über Notruf 110 die Polizei verständigen, damit umgehend die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden. Beamten auf den Weihnachtsmärkten unterwegs sein, um den Trickdieben das Leben so schwer wie möglich zu machen. Dennoch sind wir immer wieder auf die Mithilfe von aufmerksamen Bürgern angewiesen. Dass dies gut funktioniert, zeigt die Tatsache, dass couragiertes Verhalten von Passanten auch in der Vergangenheit erfreulicherweise immer wieder zur Festnahme von Taschendieben geführt hat.

Was tun, wenn der Diebstahl schon passiert ist?

Bei Feststellung des Diebstahls sofort andere Personen auf den Dieb aufmerksam machen und die Polizei anrufen! Schnellstmöglich Anzeige bei der Polizei erstatten. Die Polizei kann nur handeln, wenn die Taten bekannt werden. Gestohlene Scheck- und Kreditkarten sowie Handys sofort bei der bundesweiten Sperrnotrufnummer "116 116" sperren lassen. Den Verlust von Personaldokumenten sofort bei der zuständigen Gemeinde oder Stadtverwaltung melden. Wichtige Information finden Interessierte auch im Faltblatt  "Schlauer gegen Klauer", das auf jeder Polizeidienstelle kostenlos bereitliegt oder im Internet unter www.polizei-beratung.de heruntergeladen werden kann. Der Flyer enthält einige Hinweise, wie Taschendiebe vorgehen und in welchen Situationen eine erhöhte Gefahr von Taschendiebstahl besteht. Darüber hinaus sind die wichtigsten Tipps zur Vorbeugung, zusätzlich illustriert durch nonverbale Piktogramme, dargestellt. Verhaltensempfehlungen für den Ernstfall sind ebenfalls aufgeführt.

Auf einer Infokarte im Scheckkartenformat, die sich aus dem Faltblatt heraustrennen lässt, sind die wichtigsten Telefonnummern für die Sperrung von Scheck- und Kreditkarten aufgeführt.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Glinicke Gruppe trauert um Seniorchef: Peter Glinicke ist im Alter von 88 Jahren verstorben
Kassel

Glinicke Gruppe trauert um Seniorchef: Peter Glinicke ist im Alter von 88 Jahren verstorben

Die Glinicke Gruppe, eine der großen familiengeführten Automobil-Handelsgruppen Deutschlands mit Gründungssitz in Kassel, trauert um ihren Seniorchef Peter Glinicke, der …
Glinicke Gruppe trauert um Seniorchef: Peter Glinicke ist im Alter von 88 Jahren verstorben
Klartext: Die Spritpreise steigen und steigen
Fulda

Klartext: Die Spritpreise steigen und steigen

Der Benzinpreis nähert sich historischem Hoch: Ein Klartext von Redaktionsvolontärin Martina Lewinski.
Klartext: Die Spritpreise steigen und steigen
Kasseler Oktoberspaß auf der Schwanenwiese
Kassel

Kasseler Oktoberspaß auf der Schwanenwiese

Der Kasseler Oktoberspass lockt vom 1. bis zum 24. Oktober mit vielen Attraktionen auf die Schwanenwiese Kassel.
Kasseler Oktoberspaß auf der Schwanenwiese
„Das Ende naht“ – Netflix postet Trailer zum zweiten Teil der finalen Staffel „Haus des Geldes“
Serien

„Das Ende naht“ – Netflix postet Trailer zum zweiten Teil der finalen Staffel „Haus des Geldes“

Seit Anfang September laufen die ersten Folgen der finalen „Haus des Geldes“-Staffel. Jetzt hat Netflix den lang ersehnten Trailer zur Fortsetzung veröffentlicht.
„Das Ende naht“ – Netflix postet Trailer zum zweiten Teil der finalen Staffel „Haus des Geldes“

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.