Schneelöwen-Flagge weht Freitag in der Böttcherstraße

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Verwaltungsmitarbeiter Uwe Hentze wird die Flagge hissen.

Stille Protestaktion: Die Mündener Stadtverwaltung erklärt sich mit dem tibetischen Volk solidarisch

Hann. Münden.  Am Verwaltungsgebäude in der Mündener Böttcherstraße lässt Bürgermeister Harald Wegener am Freitag, 10. März, die Tibet-Flagge in Solidarität mit dem tibetischen Volk wehen. Seit 1999 beteiligt sich die Stadt Hann. Münden an der stillen Protestaktion der Tibet Initiative Deutschland (TID).

Wegener unterstützt wie seine Amtsvorgänger die Solidaritätsaktion für das tibetische Volk und lässt diesmal  die Flagge der Tibeter nicht am Rathaus wehen. Mit dieser weltweiten Aktion, an der sich im vergangenen Jahr in Deutschland rund 412 Städte und Landkreise beteiligten, zeigen in jedem Jahr die Bürgermeister, Landräte und politische Vertreter am 10. März die Schneelöwen-Flagge in Solidarität mit dem tibetischen Volk an ihren Rathäusern und öffentlichen Gebäuden.

Die tibetische Flagge, in deren Zentrum zwei Schneelöwen vor einem schneebedeckten Berg stehen, über dem die Sonne aufgeht, ist das äußere Symbol des Rechts der Tibeter auf Selbstbestimmung und darf in Tibet nicht gezeigt werden. 1949/50 wurde Tibet von China gewaltsam besetzt. Am 10. März 1959 erhob sich das tibetische Volk gegen die Besatzungsmacht. Tausende Tibeter versammelten sich vor der Sommerresidenz Norbulingka, um ihr Oberhaupt, den Dalai Lama, vor der Gefangennahme zu schützen. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. Mindestens 87.000 Tibeter kamen dabei ums Leben. Der Dalai Lama musste ins indische Exil fliehen. 150.000 der 6 Millionen Tibeterinnen und Tibetern leben heute im Exil.

Im Gedenken an den Volksaufstand organisieren Tibeter und ihre Unterstützer auch in jedes Jahr am 10. März weltweit Solidaritätsaktionen. Im vergangenen Jahr hat die chinesische Regierung begonnen in Tibet das weltweit größte tibetisch-buddhistische Lehrinstitut Larung Gar zu zerstören. Larung Gar ist Heimat für über 10.000 tibetische Nonnen, Mönche und Studierende aus aller Welt. Nun müssen sie gegen ihren Willen Larung Gar verlassen. Ihre Wohnhäuser werden von Bulldozern dem Erdboden gleichgemacht. Die Verzweiflung der Nonnen und Mönche angesichts dieser schwerwiegenden Verletzung ihrer Religionsfreiheit und Identität ist riesig. Die TID ist eine politische, überparteiliche und religiös ungebundene Organisation und wurde 1989 von Tibetern und Deutschen gegründet. Weitere Infos auf www.tibet-initiative.de

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