Vorsicht auf dem Schulweg!

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Schulanfänger müssen sich im Straßenverkehr erst zurecht finden.

Polizei gibt Erstklässlern und Eltern Tipps

Hann. Münden/Landkreis Göttingen. Am Samstag, 5. August, werden in der Stadt Göttingen und dem Landkreis Göttingen rund 2.300 Erstklässler eingeschult. Mit der Einschulung beginnt ein neuer Lebensabschnitt und das nicht nur für die Erstklässler. Auch für die Eltern verändern sich gewohnte, familiäre Alltagsabläufe. Autofahrer haben mit der Spontanität und Unerfahrenheit von „ABC-Schützen“ zu rechnen. Kinder nehmen Verkehrsabläufe, insbesondere gefahrene Geschwindigkeiten und den Abstand zu Fahrzeugen, anders als Jugendliche oder Erwachsene wahr. Hieraus können sich unkalkulierbare Gefahrensituationen für die Schulanfänger ergeben. Hervorzuheben ist, dass Eltern in der Mitverantwortung für einen sicheren Schulweg stehen.

„Sicherer Schulweg“ – alles klar?

Bereits vor der Einschulung sollten verantwortungsbewusste Eltern mit ihren Kindern – zu den Zeiten, wo ihr Kind tatsächlich zur Schule geht – das richtige Verhalten auf dem Schulweg üben.

Polizeihauptkommissar Jörg Arnecke, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Göttingen, rät: „Schaffen Sie Selbstvertrauen und schüren Sie keine Ängste. Üben Sie mit Ihren Kindern das Queren der Fahrbahn an übersichtlichen Stellen. Nutzen Sie zum Queren möglichst eine Fußgängerampel oder einen „Zebrastreifen“. Die Notwendigkeit vom sogenannten „Drei-Schulter-Blick“ ist zum sicheren Queren der Straße unerlässlich. Verdeutlichen Sie dies Ihren Kindern. Begleiten Sie ihr Kind sporadisch auf dem Schulweg und kontrollieren Sie, ob sich ihr Kind noch so verhält, wie sie es mit ihm geübt haben. Ihr Kind kann Sie außerdem zur Schule bringen und Ihnen den eingeübten Schulweg erklären. Hierdurch erkennen Sie, was Ihr Kind schon verinnerlicht hat und wo noch Probleme auftreten. Klären Sie offene Fragen.“

Tipps für Autofahrer

Andere Verkehrsteilnehmer werden gebeten, in den ersten Wochen nach Schulbeginn besonders aufmerksam zu sein. Auch für sie hält Arnecke wertvolle Tipps bereit: „Fahren Sie stets vorausschauend und defensiv. Beachten Sie, dass Kinder Entfernungen und Geschwindigkeiten im Straßenverkehr anders wahrnehmen. Rechnen Sie stets mit der Spontanität von Kindern. Nach den ersten Schulwochen setzt auch bei den Erstklässlern eine gewisse Routine ein. Toben und spielende Schulkinder reagieren spontan und unkonzentriert. Seien Sie Vorbild. Denken Sie daran: Auch Sie waren mal „ABC-Schütze“, so der Polizeihauptkommissar.

Weitere Tipps der Polizei

Gemeinsamer Schulweg: Organisieren Sie mit anderen Eltern und Kindern Abholketten und begleiten Sie Ihr Kind zu Beginn der Schulzeit bis zum ersten Treffpunkt und holen Sie es von dort wieder ab.

- Elterntaxi: Nein danke! Geben Sie ihrem Kind die Chance selbstständig zu werden, indem es zu Fuß zur Schule geht oder mit dem Bus fährt. Fahren Sie Ihr Kind nur in Ausnahmefällen. Parken Sie weit abgesetzt von der Schule und verursachen Sie keine unnötigen Gefahrenstellen.

- Sichtbarkeit bringt Sicherheit: Helle Kleidung und Reflektoren können in der Dunkelheit das Leben ihrer Kinder retten. Ihre „leuchtenden“ Kinder sind so auf einer Entfernung von bis zu 140 Meter für Autofahrer erkennbar. Sensibilisieren Sie Ihr Kind hinsichtlich möglicher Gefahren, die sich auf dem dunklen Schulweg ergeben können.

- Seien Sie Ihrem Kind stets ein „leuchtendes“ Vorbild. Seien Sie sichtbar.

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