Tötungsdelikt in Göttingen

Mehrere Tatverdächtige werden im Laufe des Nachmittags vorgeführt - das Motiv ist unklar

Göttingen. Im Zusammenhang eines Tötungsdelikts an einem 28 Jahre alten Göttinger in der Unteren Karspüle hat die Polizei in der Nacht zum Sonntag und im Laufe des Sonntagvormittags im Stadtgebiet Göttingen vier mutmaßlich Tatverdächtige im Alter von 19 Jahren festgenommen.

Alle Festgenommenen sind in Göttingen wohnhaft und haben die deutsche Staatsangehörigkeit mit jeweils unterschiedlichem Migrationshintergrund. Jeder von ihnen ist in der Vergangenheit bereits polizeilich in Erscheinung getreten. Aktuell befinden sich drei der Männer in Polizeigewahrsam und werden von Ermittlern der Mordkommission (MoKo) vernommen. Der vierte Tatverdächtige wurde Sonntagabend im Anschluss an die strafprozessualen Maßnahmen nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Göttingen aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen.

Im Zuge erster Ermittlungen sowie anhand von Hinweisen aus der Bevölkerung hatte die Polizei relativ früh Erkenntnisse erlangt, dass es im engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Tatgeschehen einen Streit zwischen mehreren Männern in der Unteren Karspüle gegeben haben soll. Umfangreiche Anschlussermittlungen der MoKo führten schließlich am Sonntag zur Festnahme der vier jungen Männer.

Der Leichnam des 28-Jährigen wurde am Samstagabend in der Rechtsmedizin obduziert. Die Untersuchung ergab, dass der Göttinger an den Folgen innerer Verletzungen durch äußere Gewalteinwirkung verstorben ist. Details hierzu werden mit Rücksicht auf die andauernden Ermittlungen auch heute nicht veröffentlicht. Die Staatsanwaltschaft Göttingen gab den Leichnam am Sonntagvormittag zur Bestattung frei.

Zum Tatmotiv und auch zum Anlass des vermutlich vorausgegangenen Streites gibt es noch keine weiteren Erkenntnisse. Die Ermittlungen dauern an. Die Arbeit der im Zentralen Kriminaldienst zur Klärung des Gewaltverbrechens eingerichteten Mordkommission (MoKo) "Garten" geht derzeit mit Hochdruck weiter. Für die komplexen Ermittlungen wurde die Zahl der Beamten inzwischen von fünfzehn auf 20 erhöht. Im Laufe des Nachmittags sollen die drei Tatverdächtigen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen dem zuständigen Haftrichter vorgeführt werden.

Rubriklistenbild: © Goss Vitalij - Fotolia

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