Trauer und Frust am Kattenbühl

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Holger Sparbier, Vorsitzender des Fördervereins Abenteuerspielplatz Kattenbühl, vor ausgegrabenen Spielgeräte-Fundamenten. Das Bild stammt aus dem September.

Förderverein des Abenteuerspielplatzes löst sich nach knapp dreijähriger Existenz auf

Hann. Münden. Der Förderverein des Abenteuerspielplatzes Kattenbühl hat seine eigene Auflösung am vergangenen Montag beschlossen. Wie der Vorsitzende Holger Sparbier mitteilte, habe man keine andere Möglichkeit mehr gesehen. Vor knapp drei Jahren wurde der Verein mit dem Ziel gegründet, die Anlage mit Geld und Arbeitskraft zu unterstützen. Zuletzt zählte er 16 Mitglieder. Zu einer aktiven Hilfe sei es laut Sparbier allerdings nicht gekommen, sodass die bestehenden Vereinsfinanzen an die Mündener Jugendfeuerwehr übergeben werden sollen. So stehe es in der Satzung des Fördervereins.

„Haben viel Zeit und Energie investiert“

„Wir sind sehr traurig und frustriert, weil wir einiges an Zeit und Energie investiert haben. Die Kommunikation mit der Führung der Niedersächsischen Landesforsten gestaltete sich schwierig. So durften wir keine Spielgeräte kaufen. Stattdessen wurden von den Landesforsten als Eigentümer des Areals alle Spielgeräte zurückgebaut. Ein Wiederaufbau fand nicht statt.“ Das von den Landesforsten unterbreitete Angebot, die Fläche zu pachten, habe der Förderverein abgelehnt: „Wir hätten eine fünfstellige Versicherungssumme zahlen müssen, um uns abzusichern, was unser Budget bei weitem überstiegen hätte. Zudem hätten die Spielgeräte regelmäßig von Sachverständigen überprüft werden müssen. Das alles ist in meinen Augen nicht die Aufgabe eines Fördervereins. Wir wollten die Anlage finanziell und materiell unterstützen, indem wir uns nach Sponsoren umsahen, die wir zum Beispiel im Mündener Bauverein fanden. Außerdem wollten die Firmen Oppermann und Kirchner für einen Sandkasten mit Rutsche Material und Arbeitskraft kostenlos zur Verfügung stellen. Leider haben wir eine Genehmigung für die Umsetzung der Arbeiten nie erhalten“, informiert Sparbier.

Stattdessen habe man die Aufgabe von den Landesforsten bekommen, das Gelände zu säubern. Die habe man auch erfüllt. Versprochene Leistungen, dazu zähle die Instandsetzung von Geräten durch die Landesforsten, seien aber nie erfolgt. Im Gegenteil: Spielgeräte wie die Seilbahn seien mit der Zeit nach und nach verschwunden. Die Landesforsten hatte als Grund die Zerstörung der Geräte durch Unbekannte genannt (wir berichteten).

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