Über 10.000 Menschen genießen die autofreie B3

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Hann. Münden/Fuldatal. Nach zwei Jahren Abstinenz hatte das gute Wetter eindlich wieder ein Einsehen.

Hann. Münden. Autos und Motorräder mussten stumm bleiben am vergangenen Sonntag beim Sattelfest im Fuldatal. Weit über 10.000 Menschen waren dem Ruf des Kassler Regierungspräsidiums gefolgt und machten die B3 mit Fahrrädern, Inline-Skates und anderen muskelbetriebenen Verkehrsmitteln unsicher. Wilhelmshausen zog mit vielen professionellen Ausstellern an der Schleuse, aber auch Privatanbietern an der Straße viele Besucher an. Bratwürstchen, Kaffee, Kuchen und kühle Getränke gingen weg wie warme Semmeln. Es schien, als würden die Teilnehmer nach zwei Jahren Abstinenz, bedingt durch Hangrutsch und verregneter Veranstaltung, einiges nachholen wollen. Die Mitglieder des Wilhelmshäuser Angelsportvereins freute es, denn ihre Fischbrötchen kamen sehr gut an. Richard Otte unterhielt die Gäste auf dem Akkordeon und spielte Volksmusik. Wenige Kilometer weiter wurde in Hann. Münden Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke von Bürgermeister Klaus Burhenne begrüßt und sofort zur Vorpremiere des Dr. Eisenbarth-Stücks in den historischen Packhof eingeladen. Lübcke hatte den Weg von Kassel aus mit dem Rad zurückgelegt und war dabei von Rainer Hahne, Chefredakteur der Extra Tip Mediengruppe, begleitet worden.

Auf halber Strecke machten zufällig Claudia und Peter Brunst mit Töchterchen Celine (4) eine Rast. Neben Susanna Mavric und ihren Sohn Emil (6) beobachteten sie am Fahrbahnrand die vorbeiziehenden Menschen. "Wir wollen heute noch nach Wilhelmshausen fahren, Celine möchte beim Kinderzirkus mitmachen", verriet Peter Brunst. Susanna Mavric konnte noch keinen Zielort nennen: "Wir fahren soweit wie möglich." Ähnlich ging es auch den beiden Damen Anke Steneberg und Tanja Schlichtner, die mit ihren Kindern Tim, Joleen und Jermain auf dem Weg in die Dreiflüssestadt waren. Der Dreijährige Tim gab in dieser Gruppe als Kleinster Tempo und Streckenlänge vor. Logisch.Gleich neben dem Zielort der Familie Brunst, dem Kinderzirkus, sang Alleinunterhalter Herr Müller mit dem Nachwuchs Kinderlieder und sorgte für die ein oder andere Tanzeinlage. Wem das in der Sonne zu anstrengend war, konnte sich im Schatten des Zeltes als Akrobat versuchen und Kunststücke einüben. Gegen 18 Uhr ging das Sattelfest nach zehn Stunden autofreier B3 zu Ende. Wohl dem, der nach dem Kräftezehrenden Tag mit dutzenden von Beschäftigungsmöglichkeiten über ein E-Bike verfügte.

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