Über 500 Tickets für „Nabucco-Open-Air“ bereits verkauft

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Giuseppe Verdis „Nabucco“ wird im August auf dem Mündener Schlossplatz aufgeführt.

Bloß die Sitzkissen am 3. August nicht vergessen!

Hann. Münden. Es ist das Open-Air-Highlight in diesem Sommer auf dem Mündener Schlossplatz: Die Oper „Nabucco“ gastiert am Samstag, 3. August, vor historischer Kulisse. Einlass wird um 18 Uhr sein, die Darbietungen beginnen um 20 Uhr. Der Ticketverkauf läuft unter anderem über die Hann. Münden Marketing GmbH. Matthias Biroth, Manager von Tourismus und Stadtmarketing, hat positives zu vermelden: „Über 500 der insgesamt 800 Tickets sind bereits verkauft. Wir sind sehr zufrieden mit dem Zuspruch und hoffen auf eine gute Veranstaltung.“ Hann. Münden ist in der Region der einzige Gastspielort, die nächstgelegenen Aufführen steigen in Bad Salzuflen, Edertal und Dillenburg. „Wir sind sehr froh darüber, Austragungsort zu sein, denken aber auch, dass sich das Welfenschloss als Kulisse ideal eignet“, so Biroth weiter. Das Spektakel wird auf dem oberen Schlossplatz stattfinden. Auch ein Teil des unteren Schlossplatzes soll laut Biroth gesperrt werden, womit einige Parkplätze wegfallen würden. Die Fläche soll ab Freitag, 2. August gesperrt werden. Der Abbau der Bühne erfolge bereits kurz nach Ende der Aufführung. Biroth sehe kein Problem bis zu 800 Zuschauer auf dem Schlossplatz unterzubringen. Die Bestuhlung erfolge in Form von Klappstühlen, die in mehreren Reihen in Richtung Eingang des Amtsgerichts aufgestellt würden. Darauf ergeben sich drei Preiskategorien, A (69 Euro), B (59 Euro) und C (49 Euro). Der in Kooperation mit dem Veranstaltungsbüro Paulis organisierte Abend wird eine eigene Gastronomie vorhalten, die für die Verpflegung in den Pausen sorgen soll.

Biroth: „Nabucco ist eine Instanz für sich“

Biroth sieht durch den Event ganz klar einen Mehrwert für die Stadt: Es ist eine Abwechslung zu anderen Veranstaltungen, sie ist eine Instanz für sich. Das Ambiente vor dem Schloss bietet natürlich die Möglichkeit weitere Open-Air-Veranstaltungen anzubieten. Wir werden sehen, wie sich das Ganze in Zukunft entwickelt, stehen allem jedoch offen gegenüber.“

Was man trotz aller Vorkehrungen nicht planen könne, sei das Wetter. Biroth hoffe, dass die Gäste Regenschirme- und -capes am 3. August zuhause lassen können: „Ich empfehle in jedem Fall ein Sitzkissen mitzunehmen – dann hat man’s bequemer.“

Weitere Informationen zu Giuseppe Verdis Oper-Aufführung „Nabucco“ in Hann. Münden erhalten Interessenten entweder bei der Tourist-Info unter 05541-98390 oder www.paulis.de beziehungsweise 0531-335233.

Hintergrund

Giuseppe Fortunino Francesco Verdi wurde am 1813 in Le Roncole bei Parma geboren. Als Sohn eines Gastwirts kam er aus einfachen Verhältnissen. Mit zwölf Jahren erlangte er die Aufmerksamkeit von Antonio Barezzi, einem wohlhabenden Kaufmann aus Busseto. Dieser nahm ihn zu sich und ließ ihn musikalisch ausbilden. 1839 begann Verdis Laufbahn als Opernkomponist. Es folgte die größte Krise seines Lebens. Seine beiden Kinder und seine erste Frau starben bis 1840. Zwei Jahre später erschien mit Nabucco sein nächstes Werk und wurde sofort zu einem rauschenden Triumph. Verdi, selbst glühender Anhänger des „Risorgimento”, der italienischen Einigungsbewegung, hatte den Lebensnerv der Italiener getroffen. Der berühmte Gefangenenchor ,Va, pensiero, sull’ ali dorate (Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen), wurde sofort zur heimlichen Nationalhymne. Mit Otello und Falstaff gelangen ihm noch zwei sehr reife Alterswerke. Als seine Frau Giuseppina verstarb, erlosch Verdis Lebenswille. Krank zog er nach Mailand und erlag dort 1901 den Folgen eines Schlaganfalls.

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