Unfallrisiko Dunkelheit

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In Deutschland verunglücken durchschnittlich 6,7 Schülerinnen und Schüler. In Niedersachsen sind es 35 Prozent mehr – das entspricht zehn Unfällen pro 1.000 Schülern.

Hann.Münden: In Niedersachsen verunglücken die meisten Kinder auf dem Schulweg

Niedersachsen. In Niedersachsen ereignen sich jährlich rund 15.000 Schulwegunfälle. Das entspricht einem Anteil von rund zehn Unfällen je 1.000 Schüler, so die Techniker Krankenkasse (TK) in Niedersachsen, die sich auf die aktuelle Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) bezieht.In Deutschland verunglücken durchschnittlich 6,7 Schülerinnen und Schüler. In Niedersachsen sind es 35 Prozent mehr; das entspricht zehn Unfällen pro 1.000 Schülern. Damit hält Niedersachsen einen traurigen Rekord.

Besonders häufig kommt es in den Wintermonaten zu Unfällen. Rund ein Drittel (35 Prozent) der Unfälle geschehen vor Schulbeginn, wenn es noch sehr dunkel ist. Nasse Straßen und Dunkelheit sind besonders für Grundschüler gefährlich. Häufig tragen die Kinder dunkle Kleidung und sind für Autofahrer schlecht zu erkennen. Die TK rät deshalb zu heller, reflektierender Bekleidung. "Hilfreich sind auch Reflektoren zum Aufnähen, Aufkleben, Anstecken, Umhängen oder als Klickband für Arme und Beine. Schulranzen, Sporttaschen und Rucksäcke sollten ebenfalls reflektierende Flächen besitzen", erklärt Ulrike Fieback von der TK. "Dies gilt auch fürs Fahrrad. Reflektoren an Front, Pedalen, in den Speichen und am Gepäckträger verstärken die Sichtbarkeit im Herbst und Winter. Insbesondere sorgen Leuchtwesten dafür, dass man besser und schneller gesehen wird".

Angst macht unsicher

Eltern sollten ihre Kinder auch auf Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam machen und ihnen einen möglichst sicheren Schulweg zeigen, der entlang beleuchteter Wege führt. Außerdem sollte die Straße nur an Ampeln und Zebrastreifen überquert werden. Es ist allerdings nicht sinnvoll, Kindern Angst vorm Straßenverkehr zu vermitteln, denn: "Angst macht unsicher, und nur wer Gefahren beachtet und damit umgehen kann, kommt wohlbehalten ans Ziel", so Fieback.

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