Unterstützung für den Waldboden: Forstamt lässt 800 Hektar großes Waldgebiet kalken

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Bei der Aktion des Forstamts Reinhardshagen kommt ein Hubschrauber zum Einsatz. 

Ab heute kalkt das Forstamt Reinhardshagen in den Forstrevieren Reinhardshagen, Ziegelhütte und Sababurg 800 Hektar Wald. Der Kalk wird mit Hubschraubern verteilt. Dadurch kann es in der Umgebung zu einer erhöhten Lärmbelastung kommen.

Reinhardshagen.  Aus Sicherheitsgründen muss der Waldbereich für Waldbesucher in dieser Zeit gesperrt werden. Das Forstamt bittet um Beachtung der Sperrhinweise sowie um Verständnis für die Einschränkungen bei der Waldbetretung. Je nach Witterungslage wird die Kalkung etwa drei Wochen dauern. Folgende Waldbereiche sind betroffen: Im Forstrevier Reinhardshagen, zwischen Forsthaus Ahletal und Gahrenberg. Dort startet auch die Kalkung am 6. September. Anschließend werden Waldbereiche zwischen der Ortschaft Weiße Hütte/Gottstreu und Sababurg im Revier Sababurg bearbeitet. Abschließend fliegt der Hubschrauber im Revier Ziegelhütte über Waldflächen zwischen Olbetal und Friedwald. Die durch die Kalkung gesperrten Waldareale können auf einer Karte der Internetseite des Forstamtes unter www. HessenForst Forstamt Reinhardshagen, eingesehen werden.

Gegen Versauerung im Boden

Die Bodenschutzkalkung wirkt der Bodenversauerung entgegen und verbessert dadurch die Nährstoffversorgung der Bäume. Sie erhöht die Stabilität der heimischen Wälder. Die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Wälder wurden wissenschaftlich von verschiedenen Forschungseinrichtungen belegt. Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) folgt der Empfehlung der Forscher und finanziert die Bodenschutzkalkung im notwendigen Umfang. Die Waldbereiche wurden vor über 15 Jahren zum letzten Mal gekalkt. Zusammen mit dem nährstoffarmen Grundgestein des Buntsandsteins ist damit die Notwendigkeit einer Kalkung gegeben.

Für einige Arten und Lebensräume könnte eine undifferenzierte Kalkung auch negative Folgen haben. „Deshalb kalken wir ganz bewusst außerhalb der Brut- und Setzzeit, in der viele Tiere empfindlich auf Störungen reagieren“, erklärt Forstamtsleiter Dr. Markus Ziegeler. „Bestimmte Lebensräume wie zum Beispiel Gewässer oder Wald auf besonders nassen oder trockenen Standorten lassen wir grundsätzlich außen vor, um eine mögliche Veränderung in der Artenzusammensetzung auszuschließen.“ Mit der Flächenauswahl und dem gewählten Zeitpunkt reduziert das Forstamt mögliche Störungen auf ein Minimum. Einschränkungen für den Waldbesucher lassen sich jedoch nicht vollständig vermeiden. „Hier setzen wir auf eine informierte und Natur liebende Bevölkerung, der das Wohl der Wälder am Herzen liegt“, wirbt Dr. Ziegeler für Verständnis.

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