Verdacht auf Kindesmissbrauch: 34-jähriger Mündener festgenommen

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etm Blaulicht Polizei Festnahme Handschellen

Am Mittwoch wurde der 34-Jährige festgenommen. Laut Oberstaatsanwalt Andreas Buick sei der Mündener weitestgehend geständig.

Hann. Münden. Am vergangenen Mittwoch wurde ein 34-Jähriger in Hann. Münden festgenommen. Der Vorwurf: schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in drei Fällen, sexueller Missbrauch von Kindern in zwei Fällen, sexueller Missbrauch von Jugendlichen und versuchte Anstiftung zum sexuellen Missbrauch von Kindern. Betroffen sein sollen Jungen im Alter von 13 und 14 Jahren, die zum Teil aus Hann. Münden stammen.

Daten von 53 Gegenständen

Wie Oberstaatsanwalt Andreas Buick auf Nachfrage erklärte, hätten 35 Polizeibeamte vier Wohnungen, darunter ein Schnellimbiss und ein Kino, durchsucht. Dabei hätten sie 53 Gegenstände, unter anderem Mobiltelefone, Festplatten, Tablets, Computer und USB-Sticks beschlagnahmt. Die Daten auf den Geräten sollen in den kommenden Wochen von der Polizei ausgewertet werden. Der 34-Jährige sei kein Unbekannter und einschlägig vorbestraft. Er sei am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt worden und weitestgehend geständig, so Buick.

Extra Info: Haftstrafen für Täter

Mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft

-wer sexuelle Handlungen vor einem Kind vornimmt,

-ein Kind dazu bestimmt, dass es sexuelle Handlungen vornimmt,

-auf ein Kind mittels Schriften oder Informations- oder Kommunikationstechnologie einwirkt, um das Kind zu sexuellen Handlungen zu bringen, die es an, vor dem Täter oder einer dritten Person vornehmen oder von dem Täter oder einer dritten Person an sich vornehmen lassen soll, oder auf ein Kind durch Vorzeigen pornographischer Abbildungen oder Darstellungen, durch Abspielen von Tonträgern pornographischen Inhalts, durch Zugänglichmachen pornographischer Inhalte mittels Informations- und Kommunikationstechnologie oder durch entsprechende Reden einwirkt.

Man spricht von schwerem sexuellen Mißbrauch von Kindern

- wenn eine Person über 18 Jahren mit dem Kind den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an ihm vornimmt oder an sich von ihm vornehmen lässt, die mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind,

- die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wird oder der Täter das Kind durch die Tat in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung oder einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen Entwicklung bringt.

In diesem Fall droht eine Haftstrafe von mindestens zwei Jahren. Die Höchststrafe liegt bei 15 Jahren.

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